Locarno Filmfestival 2004 - KinoTV

Alle Filme


Text?L' Affaire Dreyfus Directed by: Georges Méliès,France - 1899
Director: Georges Méliès - Scenario: Georges Méliès - Cast: Georges Méliès Avvocat Labordie -
Synopsis in German: Filmische Rekonstruktion des politischen Prozesses um den Offizier Dreyfus in (ursprünglich) elf Tableaux: - Dreyfus muss eine Schriftprobe abliefern und wird darauf aufgefordert, Selbstmord zu begehen - Dreyfus im Gefängnis auf Cayenne - Dreyfus wird in seiner Zelle an das Bett gekettet - Dreyfus erhält einen Brief, in dem die Wiederaufnahme des Prozesses angekündet wird - Dreyfus wird heimlich in Frankreich an Land gebracht - Dreyfuss im Gefängnis von Rennes, erhält Besuch seiner Frau und seines Anwaltes Labordie (Georges Méliès) - Der falsche Ankläger begeht in seiner Zelle Selsbtmord und wird von den Gefängniswärtern gefunden - Das Attentat auf Anwalt Labordie, die Passanten eilen vorbei, ein Künstler kommt Labordie zu Hilfe - Der Tummult der Journalisten beim Prozess - Die Begnadigung Dreyfus'
Reviews in German: "Interessantes Dokument aus der Frühzeit der Kinematographie: Georges Méliès rekonstruiert in seinem Studio bei Montreuil in elf Bildern Stationen im Prozess und der Gefangenschaft von Dreyfus. Wie meist in Méliès' Filmen aus dieser Zeit ist die Kamera noch starr und nimmt das Geschehen in einer durchgehenden Einstellung auf, die Technik ist auf die Theaterbühne fixiert, Aussenaufnahmen sind im Studio mit gemalten Hintergründen gedreht. Die Handlung erschliesst sich (heute) dem Zuschauer ohne einen eingesprochenen Kommentar nicht mehr." (lhg 2004)
Remarks and general Information: Die Affaire Dreyfus: Hptm. Dreyfus, elsässischer Herkunft, wurde 1894 unter dubiosen Umständen wegen Verdachts der Spionage für das Deutsche Reich verhaftet, trotz Unschuldsbeteuerungen auf Grund gefälschter Beweise verurteilt, degradiert und nach Cayenne deportiert. Dank des Engagements der französischen Intelligentia,u.a. durch Emila Zola, wurde 1899 der Prozess erneut aufgerollt. Dreyfus wurde dabei nicht freigesprochen, sondern durch Erlass des französischen Staatspräsidenten begnadigt. Erst im Jahre 1906 erfolgte sein Freispruch und seine Rehabilitierung. "In einer Zeit, als das Tagesgeschehen noch über die Grossleinwand flimmerte, griff Georges Méliès die Gerüchte um einen Prozess auf, der zum Zeitpunkt der Filmentstehung für heftige Polemik und Kontroversen sorgte. Das Historiendrama umfasst zehn Bilder und wurde durch Abhandlungen des Themas in Zeitschriften sowie Fotoreportagen inspiriert. Es schildert die Ereigniskette, die zum Prozess gegen den französisch-jüdischen Offizier Alfred Dreyfus führte, der wegen Spionage für die Deutschen angeklagt war. Die Dreyfus-Affäre bleibt insbesondere dank Emile Zolas J'accuse unvergessen." (Locarno 2004) Georges Méliès, der sich im Lager der Befürworter für die Rehabilitierung Dreyfus' engagiert hatte, drehte insgesamt elf kurze Filme von jeweils circa einer Minute Länge, die damals auch separat verkauft und gezeigt wurden. Die von Méliès gestaltete Zusammenfassung der elf Episoden in einem Film ist filmhistorisch gesehen einer der ersten Episoden- resp. "Langspiel"-Filme überhaupt. Bis heute konnten neun der Episoden wiedergefunden werden, zwei gelten als verschollen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Filme, die um die Jahrhundertwende von Polizei und Zensur oft verboten oder beschlagnahmt wurden, auch eines der ersten Beispiele eines politisch engagierten Kinos bedeuten. (lhg 2004)

Text?All the President's Men Directed by: Alan J. Pakula,USA - 1976
Director: Alan J. Pakula - Scenario: William Goldman - Director of Photography: Gordon Willis - Production Design: George Jenkins - Cast: Jack Warden Harry Rosenfeld - Jason Robards Ben Bradlee - Robert Redford Bob Woodward - Hal Holbrook Deep Throat - Dustin Hoffman Carl Bernstein - Penny Fuller Sally Aigen - Stephen Collins Hugh Sloan - Ned Beatty Dardis - Meredith Baxter Debbie Sloan - Martin Balsam Howard Simons - Jane Alexander Buchhalterin -
Synopsis in German: Washington, Juni 1972. Der Wahlkampf zu den amerikanischen Präsidentschaftswahlen läuft auf Hochtouren. Die Demokraten schicken George McGovern gegen den amtierenden Präsidenten Richard Nixon ins Rennen. In dieser heissen Phase verhaftet die Polizei im Watergate-Gebäudekomplex, in dem sich das Hauptquartier der Demokraten befindet, eine Gruppe von Einbrechern. Die Washington Post setzt den jungen Reporter Bob Woodward (Robert Redford) auf den scheinbar harmlosen Fall an. Sehr schnell aber stellt sich heraus, dass es sich bei den Männern um keine gewöhnlichen Einbrecher handelt: Offenbar hatten sie den Auftrag, Abhöranlagen in den Büros der Demokraten zu installieren. Einer von ihnen erweist sich als ehemaliger CIA-Mitarbeiter, und auch die anderen scheinen über gute Kontakte zum US-Geheimdienst zu verfügen. Ben Bradlee (Jason Robards), der Chefredakteur der „Post", stellt Woodward den Reporter Carl Bernstein (Dustin Hoffman) zur Seite. Gemeinsam sollen die beiden weitere Informationen sammeln und die brisante Story wasserdicht machen. Von einem geheimnisvollen Informanten mit dem Decknamen „Deep Throat" (Hal Holbrook) bekommen sie immer neue Hinweise auf die Drahtzieher der gescheiterten Abhöraktion. Doch bei ihren Versuchen, Zeugen und vermeintliche Mitwisser zu befragen, stossen Woodward und Bernstein auf eine Mauer des Schweigens. Dennoch gelingt es ihnen, die Spur der Hintermänner bis zu Nixons Wahlkampfkomitee zurückzuverfolgen. Offenbar gaben höchste Regierungsmitglieder und möglicherweise sogar der Präsident selbst den Auftrag zu der kriminellen Aktion - äusserst mächtige Männer, denen fast jedes Mittel recht ist, um die zwei Reporter zu stoppen. (ARD Presse)
Reviews in German: "Spannend, ausgezeichnet gespielt: Ein Politthriller von hoher Qualität."(film-dienst)
"Das Lehrstück über Courage und Pressefreiheit erhielt vier Oscars und prunkt mit zwei Topstars, die sich nie gegenseitig an die Wand spielen." (TV Spielfilm)
«Akribische und fesselnde Aufarbeitung der Fakten...» (tele 33/2011)
«Auch heute hoch mitreissend und durchaus brisant...» (tele 30/2013)
Remarks and general Information: «Der „Watergate Skandal", der schliesslich zum Rücktritt von Präsident Nixon führte, gehört zu den dunkelsten Kapiteln der amerikanischen Politgeschichte. Basierend auf dem Tatsachen-Bestseller der echten Journalisten Woodward und Bernstein, erzählt Meisterregisseur Alan J. Pakula („Die Akte") in dem Politthriller „Die Unbestechlichen", wie die Machenschaften gegen alle Widerstände aufgedeckt wurden. In den Hauptrollen beeindrucken Dustin Hoffman und Robert Redford; Jason Robards wurde für seine Verkörperung des Chefredakteurs der „Washington Post" mit dem Oscar als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Zudem erhielt „Die Unbestechlichen" Oscars für das Beste Drehbuch, die Beste Ausstattung und den Besten Ton. In den Hitlisten des renommierten American Film Institute taucht er in vier verschiedenen Kategorien auf, darunter die Liste der „100 Besten amerikanischen Filme" aller Zeiten.» (ARD Presse)

Text?André Valente Directed by: Catarina Ruivo,PT - 2004
Production: Madragoa Filmes - Director: Catarina Ruivo - Cast: Leonardo Viveiros - Rita Durão - Pedro Lacerda - Dmitry Bogomolov -
Synopsis in German: Das Leben des achtjährigen André gerät am Weihnachtsabend aus den Fugen. Sein Vater verlässt schon zum zweiten Mal grundlos und ohne ein Wort zu sagen das Heim. Dann zieht seine beste Freundin Susanna in ein entferntes Viertel der Stadt. Und als ob das nicht genügen würde, sieht André sich auch noch dem Spott seiner Klassenkameraden ausgesetzt, während sich seine Mutter in einen Arbeitskollegen verliebt, mit dem der Junge gar nichts anfangen kann. Da tritt Nikolai auf den Plan – ein Nachbar russischer Herkunft, dessen geheimnisvolle Aura Andrés Neugier weckt und ihn dazu bringt, ihm zu folgen. Nikolai besucht regelmässig das Eisfeld, um sich zu erholen. André versteckt sich im Halbdunkel der Zuschauertribüne, um den Mann zu beobachten, der allein auf dem Feld Schlittschuh läuft. Allmählich entspinnt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, die André dabei unterstützt, sich in Zukunft gegen die Ereignisse zu schützen, die sein Leben aus der Bahn werfen, und die ihm zu einem Gleichgewicht in seinem schwierigen Alltag verhilft... (Pressetext)
Remarks and general Information: "Es ist alles andere als einfach, eine schwierige Kindheit ohne Affektiertheit oder Pathos darzustellen, doch Catarina Ruivo hat diesen ihren ersten Spielfilm mit viel Feingefühl gedreht und einen subtilen Film geschaffen. Wenn sie die kleinen alltäglichen Siege von André beschreibt, stellt sich die Regisseurin nicht nur auf die Ebene des Kindes, sondern auch auf jene seiner Mutter und Nikolais. Sie bietet für die Probleme der Figuren keine Lösungen an, findet aber treffende Bilder, um ihre prekäre Lebenssituation wiederzugeben. Der junge Leonardo Viveiros spielt die Hauptrolle einfach und mit viel Talent. Die Beziehung, die ihn mit Dimitri Bogomolow (der Nikolai spielt) verbindet, trägt wesentlich zur Stimmung – einer von Optimismus gefärbten Melancholie – bei, die den Film durchdringt. " (Locarno Festival 2004)

Text?Antares Directed by: Götz Spielmann,Austria - 2004
Production: Lotus-Film GesmbH. - Director: Götz Spielmann - Scenario: Götz Spielmann - Director of Photography: Martin Gschlacht - Art Director: Katharina Wöppermann - Cast: Dennis Cubic - Susanne Wuest - Andreas Kiendl - Hary Prinz - Andreas Patton - Petra Morzé - Martina Zinner -
Reviews in German: "Psychogramme dreier Frauen in Wien - kein Reigen der Leichtigkeit sondern eher naturalistische Voyeurschau in den Wiener Vorstadt-Plattenbauten." (lhg 2004)

Text?Appleseed Directed by: Shinji Aramaki,Japan - 2004
Director: Shinji Aramaki - Story: Massamune Shirow -

Text?Big Carnival (Ace in the hole), Directed by: Billy Wilder,USA - 1951
Production: Paramount Pictures, Inc. - Director: Billy Wilder - Scenario: Billy Wilder - Lesser Samuels - Director of Photography: Charles Lang - Composer: Hugo Friedhofer - Cast: Jan Sterling - Bob Arthur - Porter Hall - Kirk Douglas - Frank Cady - Richard Benedict - Claire du Brey Spinster -
Synopsis in German: Charles Tatum (Kirk Douglas), einst ein gefragter Reporter, ist ein Pechvogel: Seine beruflichen Ambitionen lassen sich schwer mit seiner Vorliebe für Blondinen und harte Drinks in Einklang bringen, und so strandet er in Albuquerque, New Mexico, beim örtlichen Käseblatt. Hier wartet er auf eine Chance - die er wittert, als er zufällig vom Unglück des Raststättenbesitzers und Amateurarchäologen Leo Minosa (Richard Benedict) erfährt. Auf der Suche nach einer indianischen Töpferei wurde Minosa in einer Felsenwohnung verschüttet. Tatum beschliesst, den Vorfall als Sprungbrett zu benutzen, um mit einer grossen Story seine alte Position zurückzuerobern. Obwohl Minosa innerhalb weniger Stunden durch einen Stollen befreit werden könnte, gelingt es Tatum mit Hilfe des korrupten Sheriffs (Ray Teal), die Bergungsarbeiten in die Länge zu ziehen. Mit einem Bohrgerät soll ein vertikaler Schacht zu Minosa getrieben werden. Sechs Tage lang erscheinen Tatums Sensationsberichte exklusiv in den grossen Zeitungen und locken immer mehr Neugierige zur Unglücksstelle. Der inzwischen schwerkranke Minosa wird zum Objekt eines makabren Sensationszirkus, bei dem Imbissbuden und Karussellbesitzer hervorragende Geschäfte machen. Auch Minosas Frau Lorraine (Jan Sterling), die ihren Mann nie geliebt hat, profitiert vom schnellen Geld: Ihre Raststätte läuft auf Hochtouren. Viel mehr als das Schicksal ihres Mannes interessiert sie jetzt der karrierebesessene Tatum. Dieser erkennt sein verwerfliches Handeln erst, als klar wird, dass es für Minosa keine Rettung mehr gibt... (Presse SF DRS)
Remarks and general Information: "Korruption und Opportunismus, Sensationsgier und brutale Ausbeutung menschlicher Tragödien sind wiederkehrende Themen in Billy Wilders Filmen. Die Kritik am Zynismus der Journalisten und Zeitungsmacher war ihm gleich zwei Filme wert: "Reporter des Satans" und "Front Page" aus dem Jahr 1974. Während Letzterer sich mit dem Stoff in Form einer bissig-turbulenten Komödie auseinandersetzt, ist "Reporter des Satans" eine unerbittliche Anklage in schwarzweiss, ein film noir, der in seiner vernichtenden Aussagekraft an "Citizen Kane" erinnert. "Reporter des Satans" erhielt zwar die Oscar-Nomination für das beste Drehbuch, und Billy Wilder wurde in Venedig ausgezeichnet, doch unter seinem Originaltitel "Ace in the Hole" war der Film in den USA ein finanzieller Misserfolg. Der Erfolg in Europa bewog Paramount dazu, ihn unter dem Titel "The Big Carnival" neu herauszubringen." (SF DRS Presse)

"Charles Tatum – ein ehrgeiziger und skrupelloser Journalist, den es nach New Mexico verschlagen hat – erfährt, dass ein Mann in einer Mine verschüttet wurde. Weil er glaubt, damit seine Karriere ankurbeln zu können, lässt er die Rettungsarbeiten mit Hilfe eines korrupten Sheriffs und der Ehefrau des Opfers bewusst verzögern, um damit das Ganze zu einem Knüller aufzubauschen, für den er die exklusiven Rechte hat. Mit gewohnter Schärfe zeichnet Billy Wilder hier eine äusserst boshafte Satire über den Sensationsjournalismus sowie der Verführbarkeit der Masse und ihrer Gier nach starken Emotionen." (Locarno Festival 2004)

«In "Reporter des Satans" schildert Billy Wilder scharfsinnig und mit pointierter Kritik das menschliche Fehlverhalten eines Mannes, der für seinen beruflichen Aufstieg über Leichen geht. Aber auch die sensationssüchtige und menschenverachtende Haltung einer Gesellschaft, die gierig konsumiert, was ihr von den Medien vorgesetzt wird, attackiert Wilder aufs schärfste. "Reporter des Satans" ist Billy Wilders bitterster Film seiner grossartigen Karriere. Der 2002 verstorbene amerikanische Regisseur österreichischer Herkunft wurde zum Meister der hintergründigen Komödie. Filme wie "Manche mögen's heiss" (1958), "Das Appartment" (1960) und "Das Mädchen Irma la Douce" (1963) sind Feuerwerke verschmitzt-ironischen Humors. Wettbewerb, Aufstieg und Weiterkommen um fast jeden Preis sind zentrale Themen fast aller Wilder-Filme, sowohl seiner scheinbar harmlosen Komödien wie auch seiner Dramen.» (3SAT Presse)

Black Friday Directed by: Anurag Kashyap,India - 2004
Production: Mid Day Multimedia Ltd - Director: Anurag Kashyap - Cast: Kay Kay Menon - Pawan Malhotra - Aditya Srivastava -

Text?Calling Hedy Lamarr Directed by: Georg Misch,Germany, Austria, Great Britain - 2004
Production: Lone Star Productions, London - Mischief Films, Wien - Hanfgarn & Ufer Filmproduktion, Berlin - Producer: Anthony Loder - Georg Misch - Martin Rosenbaum - Ralph Wieser - Gunter Hanfgarn - Director: Georg Misch - Scenario: Georg Misch - Director of Photography: Jon Sayers - Composer: Jim Howard - Cast: Marianna Newton - Arlene Roxbury - Peter Shen - Caitlin Stansel - Edie Stansel - Hans Janitschek - Denise Loder-DeLuca - Anthony Loder - Charles Stansel -

Text?The Cameraman (Snap Shots), Directed by: Edward Sedgwick,USA - 1928
Production: Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) - Producer: Buster Keaton - Director: Edward Sedgwick - Scenario: Richard L. Schayer - Clyde Bruckman - Lew Lipton - Director of Photography: Reggie Lanning - Elgin Lessley - Editor: Hugh Wynn - Cast: Harold Goodwin - Buster Keaton - Marceline Day - Jimmy Durante - Harry Gribbon - Harry Griffith Cop - Sidney Bracey -
Synopsis in German: Luke Shannon (Buster Keaton) verdient sein Geld recht mühsam als Strassenfotograf. Dabei begegnet er eines Tages der hübschen Sally Richards (Marceline Day) und ist sofort entflammt für sie. Sally arbeitet als Sekretärin bei einer Wochenschau-Firma. Ihretwegen möchte Luke dort auch anfangen, seine ersten Aufnahmen sind jedoch so verheerend, dass man ihn an die Luft setzt.
Der verliebte junge Mann gibt jedoch nicht auf, zumal er bei Sally offensichtlich Chancen hat - allerdings gibt es auch einen überheblichen Rivalen (Harold Goodwin). Ein Sonntag mit Sally endet ziemlich kläglich, ausserdem zieht Luke sich auch noch den Argwohn eines Polizisten (Harry Gribbon) zu.
Am Montag hockt der unverdrossene Luke wieder bei Sally im Büro, und sie gibt ihm den Tipp, sich noch einmal als Kameramann bei einem Fest im Chinesen-Viertel zu versuchen. Dort halst er sich zunächst einen Affen auf und gerät dann in einen Bandenkrieg. Luke filmt wie ein Wilder, nur scheint er vergessen zu haben, einen Film einzulegen!
Erst nach einer Regatta, bei der er seiner Angebeteten das Leben rettet, wird er dann glänzend rehabilitiert... (ARD Presse)
Reviews in German: "Buster Keaton versucht sich als (nicht gerade begabter) Wochenschaukameramann, um so das Herz seiner angebetenen Schönen zu erobern. Immer noch ein Feuerwerk von tollen Regieeinfällen mit melancholischem Touch, temporeich und bildhaft intelligent." (lhg 2004)

«„Wie Chaplin und Lloyd habe auch ich noch nie mit einem auf dem Papier festgehaltenen Drehbuch gearbeitet“, sagte ich, „und ich werde es auch jetzt nicht tun. Ich verlange einzig und allein, dass wir das Drehbuch wegwerfen und Sedgwick und ich entscheiden dürfen, was hier gedreht werden soll.“

Thalberg war einverstanden. Es blieb ihm keine andere Wahl; er war 10000 Kilometer entfernt, und jeder Tag kostete viel Zeit und Geld.

Da wir nun uneingeschränkte Vollmacht hatten, warfen wir das Drehbuch weg, das zu erstellen acht Monate verschlungen hatte. In unserer Fassung wurde der fähige Hearst-Kameramann der Bösewicht und mein Rivale um die Gunst des Mädchens. Aber die hauptsächliche Arbeit bestand darin, die Handlung von Anfang bis Ende zu vereinfachen. Unsere Geschichte ermöglichte es uns auch, alle Szenen, ausser zweien, die in New York spielten, in Hollywood zu drehen.« (Buster Keaton, unter Mitarbeit von Charles Samuels: Schallendes Gelächter: Eine Autobiografie, München 1986 )

Remarks and general Information: "Um eine junge Frau für sich zu gewinnen, versucht ein wenig begabter Fotograf, Kameramann für die Kinowochenschau zu werden. Nach erfolglosen Versuchen und unglücklichen Missverständnissen finden seine Selbstlosigkeit und sein Mut schliesslich Anerkennung, und er kann die Schöne für sich gewinnen. Wenn die Welt des Journalismus hier auch nur als Hintergrund für die wunderbaren Gags Buster Keatons dient, so thematisiert The Cameraman doch das Gedeihen dieser neuen Industrie und ehrt die kühnen Bilderjäger."

"Buster Keaton (1895 - 1966), "der Mann, der niemals lachte", war schon zu Lebzeiten eine Legende unter den grossen amerikanischen Stummfilm-Komikern, berühmt für sein "steinernes Gesicht" und seine scheinbar leblosen Augen. Der spanische Dichter Federico Garcia Lorca hat sie in einem Einakter über Buster Keaton so zu charakterisieren versucht: "Seine Augen, unendlich und traurig wie die eines neugeborenen Tieres, träumen von Lilien, Engeln und Seidengürteln." Und Siegfried Kracauer schrieb über den Anti-Helden par excellence:
"Buster Keaton ist die Allegorie der Geistesabwesenheit. Wo sein Geist sich eigentlich aufhält, kann niemand ergründen." Als Sohn fahrender Vaudeville-Komödianten lernte Buster Keaton das Show-Business schon als kleines Kind kennen, seine grossen Erfolge fielen in die Jahre 1920 bis 1929. Mit dem Ende des Stummfilms verschwand er weitgehend von der Leinwand, aber die Wiederentdeckung stummer Meisterwerke wie "Der General" machte ihn Anfang der 60er Jahren zu einer Kultfigur der nachgewachsenen Generation." (ARD Presse)

Cantando dietro i Paraventi Directed by: Ermanno Olmi,Italy - 2003
Production: Cinemaundici - Director: Ermanno Olmi - Cast: Bud Spencer - Jun Ichikawa - Sally Ming Zeo Ni -

Text?Citizen Kane Directed by: Orson Welles,USA - 1941
Production: RKO Radio Pictures - Producer: Orson Welles - Director: Orson Welles - Scenario: Orson Welles - Herman J. Mankiewicz - Director of Photography: Gregg Toland - Composer: Bernard Herrmann /xx/ - Editor: Robert Wise - Art Director: Van Nest Polglase - Costume Design: Edward Stevenson - Special Effects: Vernon L. Walker - Cast: Jan Wiley Reporterin - Orson Welles Charles Foster Kane - Ray Collins James W. Gettys - Dorothy Comingore Susan Alexander Kane - Joseph Cotten Jedediah Leland - George Coulouris Bankier Thatcher - Alan Ladd Reporter - Agnes Moorehead Kanes Mutter - Erskine Sanford Carter - Harry Shannon Kanes Vater - Everett Sloane Bernstein - Ruth Warrick Emily Monroe Norton Kane - William Alland Jerry Thompson -
Synopsis in German: Von seiner Frau verlassen, stirbt der exzentrische Multimillionär Charles Foster Kane in seinem gigantischen Märchenschloss Xanadu. Das letzte Wort auf seinen Lippen lautet: "Rosebud". Um den Nachruf auf den berühmten Zeitungsmacher interessanter zu gestalten, will der Reporter Jerry Thompson den Sinn dieses Wortes ergründen. Thompson besucht Menschen, die Kane nahestanden, und bringt so die schillernde Lebensgeschichte des am Ende einsamen Mannes zum Vorschein: Kanes Mutter Mary kommt überraschend zu Reichtum. Gegen den Willen ihres Mannes gibt sie ihren achtjährigen Sohn in die Obhut eines Vormundes. Der Bankier Thatcher soll den Jungen in die Geschäftswelt einführen. Mit 25 verfügt Charles Foster Kane bereits über ein gigantisches Vermögen. Sein Interesse gilt jedoch ausschliesslich der kleinen Zeitung "The New York Inquirer". Zusammen mit seinem Freund Leland macht er diese bald zu einem einflussreichen Boulevardblatt. Kanes politischer Aufstieg scheitert an einer Affäre mit der Sängerin Susan Alexander. Seine erste Ehe zerbricht an dem Skandal. Charles heiratet Susan. Sein Ehrgeiz gilt von nun an Susans musikalischer Karriere. Er setzt alles daran, aus ihr eine berühmte Sängerin zu machen. Susans Talent ist allerdings bescheiden. Erst ihr Selbstmordversuch bringt Charles wieder auf den Boden der Realität zurück. Doch es ist zu spät, Susan verlässt ihren Ehemann. Wenig später erleidet C.F.K einen Herzanfall, an dem er kurz darauf stirbt. Thompson kann das Geheimnis von Charles letztem Wort für seinen Nachruf nicht lüften. Beim Aufräumen der monströsen Kunstsammlung in der Villa Xanadu wird der alte Rodelschlitten ins Feuer geworfen, mit dem der kleine Charles an dem Tag spielte, als seine Mutter ihn weggab. Auf dem Schlitten steht etwas geschrieben: "Rosebud".... (BR Presse)

Der Aufstieg des Medien-Tycoons Kane, dargestellt und inszeniert von dem jungen Orson Welles. In seinem Schloss Xanadu stirbt Charles Foster Kane, vielfacher Millionär und Beherrscher der öffentlichen Meinung. Er stirbt mit einem seltsamen Wort auf den Lippen: "Rosebud". Ein Reporter zieht aus, um die verborgene Bedeutung dieses Wortes zu ergründen. Durch die Berichte der verschiedenen Menschen, die Kane kannten, ergibt sich eine fast lückenlose Rekonstruktion seines außergewöhnlichen Lebens.
Kane, der mit acht Jahren ein Vermögen erbt, wird gegen seinen Willen von seinem Elternhaus getrennt, um in der Stadt eine angemessene Erziehung zu erhalten. Mit 25 Jahren übernimmt er die Redaktion einer kleinen Tageszeitung, des "New York Daily Inquirer". Ohne Rücksicht auf seine eigenen geschäftlichen Interessen entlarvt er Korruption und Unehrlichkeit im öffentlichen Leben und wird bald von Tausenden verehrt - aber auch gehasst. Kane gewinnt zunehmend Einfluss auf andere Zeitungen, doch dieser gigantische Aufstieg verändert ihn. An die Stelle seines Kampfes für die Wahrheit tritt das Verlangen nach weiteren, größeren Erfolgen. (3Sat Presse)
Reviews in German: Ein epochaler Film. Seit Jahren hält dieser Geniestreich den ersten Platz der Hitparade der zehn besten Filme der Welt.(Gong-Lexikon Filme im Fernsehen)

"In vieler Hinsicht, in seiner assoziativen und anekdotischen Erzähltechnik, in seiner ausgefeilten Bildsprache, in seiner dichten Dramatrugie und in seiner politisch-menschlichen Aussage ein Meilenstein der Filmgeschichte." (Süddt. Ztg.)

"Welles (...) schockierte und faszinierte schon als Zwanzigjähriger das Publikum mit ungewöhnlichen Theaterinszenierungen. Und nachdem ihm 1938 eine Hörspielfassung von H. G. Wells' "Krieg der Welten" so realistisch geraten war, dass sie eine Massenhysterie auslöste, gab Hollywood dem jungen Mann den wohl grosszügigsten Vertrag in der Geschichte der Filmmetropole: Welles sollte jährlich einen Film in absoluter Freiheit drehen. So entstand Citizen Kane (1940). Aber bald gab es doch Meinungsverschiedenheiten, Einsprüche und Eingriffe. Orson Welles verliess 1947 Hollywood und filmte seither in verschiedenen Ländern, wobei man insgesamt dem Schauspieler Welles mehr Chancen bot als dem Regisseur. Seine Inszenierungen entstanden nicht selten durch die Unterstützung von Mäzenen, manche Filme blieben unvollendet, wie etwa sein in Mexiko begonnener Don Quijote.

Welles' erster Film war eine radikale Absage an die damals gültigen ästhetischen Regeln des Films. Er löste die übliche Handlung in Erinnerungsfetzen auf; mit Hilfe der Tiefenschärfe des Bildes, die ein Spiel im Vorder- und Hintergrund ermöglichte, zog er Gegenwart und Vergangenheit stellenweise in einer Szene zusammen; Weitwinkelobjektive verzerrten und verfremdeten die Handlung. Welles hat daraus aber keinen "neuen Stil" entwickelt, den er zum Prinzip erhoben hätte. So wie er sich stets wieder andersartiger Stoffe bemächtigt hat, so hat er sie auch in immer neuen Formen behandelt. Dabei wirken alle seine Filme, in denen er gewöhnlich auch die Hauptrolle spielte, gleichsam überlebensgross und ganz individuell. Selbst Macbeth und Othello erscheinen weniger als Shakespeare-Adaptionen, sondern als Welles-Filme." (Krusche, Dieter: Reclams Filmführer. Reclam Verlag, Stuttgart, 10. neu bearb. Aufl. 1996.)

"Ein Geniestreich, 1962 und 1972 von internationalen Kritikern jeweils zum besten Film aller Zeiten gekürt: Orson Welles' Citizen Kane, das Spielfilmdebüt eines Fünfundzwanzigjährigen, der damit 1941 Filmgeschichte schrieb. Ein Werk, das dem Kino seine erzählerischen Fesseln nahm.

"Rosebud" lautet das mysteriöse letzte Wort des Zeitungszaren Charles Foster Kane (Orson Welles), bevor er auf seinem monströsen Schloss Xanadu stirbt. Diesem Geheimnis möchte der Reporter der Wochenschau "News of the March" auf die Spur kommen. Dazu befragt er die Menschen, die dem legendären Pressemagnaten am nächsten standen: dessen zweite Frau Susan (Dorothy Comingore), eine heruntergekommene Barsängerin, Mr. Bernstein (Everett Sloane), den früheren Chefredakteur, Jedediah Leland (Joseph Cotten), Kanes besten Freund. Nach und nach entsteht ein Bild der Persönlichkeit.

Als Fünfundzwanzigjähriger gelangte Kane in den Besitz eines riesigen Vermögens, mit dem er erst die marode Zeitung "Inquirer" kaufte, zu einem auflagenstarken Sensationsblatt machte und sich dann rastlos in neue Aktivitäten stürzte. Seine Ehe zerbricht darüber, die - wie Leland den Reportern erzählt - endgültig scheitert, als Kane mit der Sängerin Susan Alexander ein Verhältnis eingeht, das von seinem politischen Rivalen an die Öffentlichkeit gebracht wird. Aber auch die Verbindung mit Susan scheitert an Kanes Eigenwilligkeit und dem Egoismus, mit dem er seine Frau in seinem Prunkschloss Xanadu einschloss. Vom Butler Raymond (Paul Stewart) erfährt der Reporter schliesslich, dass dem sterbenden Kane eine Schneeglaskugel aus der Hand glitt, wobei er jenes ominöse "Rosebud" murmelte. Während der Reporter das Schloss verlässt, ohne dessen Bedeutung zu kennen, fährt die Kamera auf einen Ofen, in dem allerlei Gerümpel verbrannt wird. Gerade wird ein alter Schlitten hineingeworfen, auf dem "Rosebud" zu lesen ist.

François Truffaut meinte von Citizen Kane, dass dies wohl der Film sei, der die meisten jungen Leute veranlasst habe, Regisseur zu werden. Unbestritten zählt Citizen Kane zu den Massstab setzenden Werken der Filmgeschichte - ein ungemein reiches, vielschichtiges Werk, verwirrend wie ein unfertiges Puzzle, ebenso exzentrisch wie poetisch. Orson Welles hatte für seinen Erstlingsfilm völlige künstlerische Freiheit erhalten, im starren Studiosystem der dreissiger und vierziger Jahre eine Ausnahme. Doch RKO, das den Film produzierte, erhoffte sich von dem jungen Welles Wunderdinge. Als Theaterschauspieler und -regisseur genoss er bereits einen guten Ruf, als Rundfunkmacher war er legendär. 1938 hatte seine Reportage über die (fiktive) Landung von Marsmenschen in New York eine Panik verursacht.

Welles' erstes Projekt war die Verfilmung von Joseph Conrads "Heart of Darkness". Dazu experimentierte er mit einer "subjektiven" Kamera, die die Geschichte gewissermassen mit den Augen der Hauptfigur sehen sollte. Doch das Verfahren erwies sich als undurchführbar. Welles nahm es aber in seinem zweiten Projekt Citizen Kane in abgeänderter Form wieder auf. So ist der Reporter fast nur von hinten zu sehen, schaut ihm die Kamera über die Schulter. Geradezu revolutionär aber sind Erzählweise und Kameraführung. Zwar gab es auch schon 1941 im Hollywood-Kino Ansätze, eine Geschichte nicht mehr chronologisch zu erzählen, doch erst Welles und sein Co-Autor Herman J. Mankiewicz führten einen weitgehenden Bruch mit dieser Tradition herbei.

Dauernd wechselt die Perspektive, werden die jeweiligen Erzähler konterkariert. Sie kennen immer nur Teile des Puzzles Kane, der Zuschauer indes erfährt mehr. Er kennt das Bild als Ganzes und erlebt nun mit, wie es von den Beteiligten nur unvollständig zusammengebracht wird. Angeschnittene Bilder, Einstellungen aus der Froschperspektive, eine an den deutschen Expressionismus erinnernde Lichtsetzung tun das ihre, die Person des Charles Foster Kane in ihrer Grösse zu relativieren und ihr Geheimnis zu bewahren.

Innovativ war hierbei der Einsatz von Tiefenschärfe. Wie auf einer Bühne spielt sich das Geschehen mal vorne, mal hinten im Raum ab, ohne dass durch Schnitte Figuren oder Aktionen herausgehoben oder isoliert werden. Das Bild wurde in seiner Unberechenbarkeit zum Spiegel der im Raum agierenden Personen - die Visualisierung der menschlichen Psyche.

Reales Vorbild für die Figur des Charles Foster Kane war der Zeitungszar William Randolph Hearst, der in seinen Blättern den Film heftig angreifen liess. Eingeschüchtert verzichteten vor allem ländliche Kinobesitzer darauf, Citizen Kane zu spielen, obwohl die Kritik begeistert war. Die enttäuschend schwachen Einspielergebnisse veranlassten RKO zu einer Vertragsänderung. Seinen nächsten Film, The Magnificent Ambersons, konnte Welles bereits nicht mehr selbst montieren, worauf er bei seinem dritten RKO-Projekt, Journey Into Fear, die Regie einem anderen überliess. Welles' weitere Karriere war fortan bestimmt durch die Beschneidung seiner künstlerischen Freiheit. Mit den Gagen als Schauspieler in anderen Filmen finanzierte er seine eigenen Projekte, etwa die Shakespeare-Verfilmungen Macbeth und Chimes at Midnight. Doch erreichte Welles, der im Oktober 1985 starb, mit keinem seiner anderen Filme mehr die Wirkung und Bedeutung wie mit Citizen Kane, seinem ersten." (Günter Engelhard/Horst Schäfer/Walter Schorbert in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung 'Rheinischer Merkur/Christ und Welt' (Hrsg.): 111 Meisterwerke des Films. Das Video-Privatmuseum. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a.M. 1989.)

"Nach dem Tod des einflussreichen Zeitungsmagnaten Charles Foster Kane arbeitet ein Wochenschau-Team an einem Porträt des Verstorbenen. Unzufrieden mit dem bisherigen Ergebnis, erinnert der Produktionsleiter an Kanes letztes Wort: "Rosebud". Der Reporter Thompson wird beauftragt, herauszufinden, was es damit auf sich hat - in der Hoffnung, damit einen Schlüssel zum Verständnis für Kanes Leben zu erhalten.

Im Verlauf der Recherche befragt Thompson fünf Zeugen; Rückblenden schildern Etappen aus dem Leben Kanes, so dass sich das Wissen des Zuschauers synchron mit dem des Reporters aufbaut. Mit einer Ausnahme: der Auflösung des vermeintlichen Rätsels in der letzten Einstellung des Films. Beim Verbrennen der Hinterlassenschaften Kanes erscheint auf einem Schlitten der Schriftzug "Rosebud", kurz bevor er von den Flammen verzehrt wird. Mit diesem Schlitten hatte sich der achtjährige Kane gewehrt, als er von seinem Vormund, einem Bankier, von Zuhause weggeholt wurde. Der plötzliche Reichtum der Familie Kane dank der Goldmine eines Schuldners hat seine Kindheit zerstört und scheint verantwortlich zu sein für seine Unfähigkeit zu Liebe und Freundschaft, sein Scheitern in sozialen Beziehungen. Ob dies jedoch wirklich der Schlüssel zu dem Leben des machtbesessenen Mannes ist, wird kurz zuvor von Thompson ausdrücklich in Frage gestellt: "Ich bin nicht der Meinung, dass ein Wort ein ganzes Leben erklären kann. Ich glaube, ‘Rosebud’ ist bloss ein Stein aus einem Puzzle-Spiel, ein verlorengegangener Stein." Der Zuschauer kennt diesen Stein, doch die geheimnisvolle Faszination wird dadurch nicht aufgehoben. Orson Welles: "Der Sinn des Films liegt nicht in seiner Auflösung des Rätsels, sondern in der Art und Weise seiner Darstellung."

Mit Citizen Kane, dem Debütwerk des 25jährigen, hat Orson Welles Filmgeschichte gemacht. Nach seinem sensationellen Erfolg mit dem Hörspiel The War of the Worlds konnte er bei der Produktionsfirma RKO einen Vertrag durchsetzen, der ihm sämtliche Freiheiten zusicherte. Regisseur, Hauptdarsteller und Coautor in Personalunion, wählte Welles einen brisanten Stoff: Offenkundig hat die Figur Kane in dem Pressezar Randolph Hearst ein reales Vorbild. Hinter den Kulissen versuchte Hearst, den Film und seine Premiere im Kino zu verhindern. Bei der Uraufführung erwies sich Citizen Kane zunächst als kommerzieller Misserfolg; der einst als Wunderkind Hollywoods gefeierte Welles musste sich bei allen anderen Filmen später den Restriktionen der Produzenten beugen und hat kaum eine Arbeit vollendet. Erst Jahrzehnte später wurde die Bedeutung von Citizen Kane erkannt: Das Meisterwerk, das einen amerikanischen Mythos zum Thema hat, ist längst selbst zu einem Mythos geworden. Der Film ist ein Puzzlespiel, dessen Teile nicht recht zusammenpassen: Thompson stösst auf subjektive Erinnerungen, die ein widersprüchliches Bild von Kane ergeben. Multiperspektivität bestimmt die Gestaltung und den Aufbau des Films: die fragmentarische Erzählweise in Ellipsen und nicht chronologisch geordneten Rückblenden, die Verwendung der Tiefenschärfe, die raffenden Bildfolgen und kühnen Überblendungen, die ungewöhnlichen Kameraperspektiven. Die Darstellungsweise, die oft manieristisch und eklektizistisch wirkt, legitimiert sich aus der Geschichte: Extreme Auf- und Untersichten machen den Zeitungsmagnaten zu einer hervorgehobenen Gestalt: Kane dominiert immer das Bild. Sein Durchsetzungswille ist so gross, dass er nur noch sich selbst bestätigt; zugleich leidet er unter seinem Versagen, anderen gegenüber frei und offen zu sein. Citizen Kane ist auch die Geschichte eines Scheiterns, begründet in Grössenwahn und Allmachtsphantasien. Am Ende haust er einsam in seinem Schloss Xanadu. Orson Welles, seinem Protagonisten in manchen Zügen verwandt, hat diese Biographie eindrucksvoll visualisiert." (Michael Töteberg (Hrsg.): Metzler Filmlexikon. J. B. Metzler Verlag, Stuttgart/Weimar 1995.)

"Wie nie ein einzelner Film zuvor oder danach revolutionierte und radikalisierte Welles mit CITIZEN KANE das gesamte Filmschaffen: Expressionistische Schrägperspektiven mit Unter- oder Aufsicht dienten ihm als Metaphern für Souveränität bzw. Abhängigkeit der Personen; eine bis dahin für unmöglich gehaltene Schärfentiefe nutzte er, um seinen Bildaufbau in mehreren Tiefenebenen zu staffeln; und mit der Chuzpe des Anfängers befreite er sich von dem Zwang chronologischer Erzählweise. (Paul Werner)

«Der 25-jährige Welles revolutionierte mit dieser fiktiven Biografie eines Zeitungstycoons die Grammatik filmischen Erzählens. Fast wäre der Film nie gezeigt worden, weil der Medienzar William Randolph Hearst sich durch Kane verunglimpft sah. Trotz des kommerziellen Misserfolgs führt "Kane" seitdem die Bestenlisten der Kritiker an. Der Geniestreich eines Wunderkindes, den Orson Welles so niemals mehr wiederholen konnte.
Unvergessen:
Kane flüstert sein letztes Wort "Rosebud" – für den Reporter, der sein Leben recherchiert, ein unlösbares Rätsel.» (Cinema, 2000)
Remarks and general Information: Expo 1958 in Bruxelles als einer der besten 10 Filme der Welt gekürt.

Mit seinem letzten Atemzug entschlüpft Charles Foster Kane - einem millionenschweren Pressemagnaten, Politiker, Sammler und «Pygmalion» - ein rätselhaftes Wort: «rosebud». Was will er damit sagen? Um dies herauszufinden, befragt ein Journalist die, die dem Verstorbenen nahe standen. Aber kann so das Geheimnis eines solchen Menschen gelüftet werden? Als Meilenstein der Filmgeschichte und erstes Werk von Orson Welles beinhaltet Citizen Kane eine Reflexion über die Medien und die Macht. Dieses labyrinthische Spiel mit den Möglichkeiten überzeugt nicht zuletzt durch das Können des Kameramanns Gregg Toland.

– Ein Reporter versucht, der Bedeutung des Wortes »Rosebud« auf die Spur zu kommen, das der Medienmogul Charles Foster Kane im Augenblick seines Todes aussprach. »There are more conscious shots – for the sake of shots – in CITIZEN KANE than in anything I’ve done since. It has things like that shot where they’re all posed around that trophy which is just a ›let’s see if we can make that shot‹ kind of shot. There’s a kind of unjustified visual strain at times in CITIZEN KANE, which just came from the exuberance of discovering the medium.« (Orson Welles) (Filmmuseum München)

«Der damals 24-jährige Orson Welles spielte die Hauptrolle in seinem virtuos inszenierten Meisterwerk, das vielen Kritikern noch heute als "bester Film aller Zeiten" gilt.
Das Regiedebüt des damals 24-jährigen Orson Welles zählt zu den stilbildenden Meilensteinen der Filmgeschichte und gilt vielen Kritikern als "bester Film aller Zeiten".
Zwischen dem jungen selbstbewussten Genie Orson Welles und seinem Vorbild für "Citizen Kane", dem Zeitungszar William Randolph Hearst, kam es zu einem Kampf, der sich für beide als zerstörerisch erwies. Hearst setzte seinen ganzen Einfluss, seine ganze Medienmacht gegen den Film und seinen Macher ein. Der Pressezar verzieh dem Kinogenie nie das Porträt, das er von ihm in "Citizen Kane" gezeichnet hatte, er verzieh aber vor allem nicht, dass seine Lebensgefährtin Marion Davies dort als haltlose Trinkerin geschildert wurde. Dass Welles in die Figur des "Citizen Kane" mindestens ebenso viel Autobiografisches hatte einfliessen war, hatte er entweder nicht gesehen oder nicht sehen wollen. Noch bevor der Film fertig geschnitten war, begann die Fehde. Dass der Film herauskam, konnte Hearst nicht verhindern, dass "Citizen Kane" bei der Oscar-Verleihung trotz neun Nominierungen (darunter als bester Film, für den Regisseur und Hauptdarsteller Welles) fast leer ausging, ist sein 'Verdienst'. Nur das Drehbuch, das Welles mit Herman J. Mankiewicz verfasst hatte, gewann. Solange Hearst (1863 - 1951) lebte, verfolgte er Welles mit seinen Angriffen, sorgte u. a. auch dafür, dass dieser als Kommunistenfreund in Misskredit geriet. Auch Hearst verlor auf der ganzen Linie.» (BR Presse)

«"Citizen Kane" ist das Erstlingswerk des erst 25 Jahre alten Orson Welles, der zwei Jahre zuvor mit seiner Hörspielfassung vom "Kampf der Welten" ganz New York in Aufruhr versetzt hatte. Der Film ist ein Meilenstein der Filmgeschichte: in seiner assoziativen und anekdotischen Erzähltechnik, seiner ausgefeilten Bildsprache, der glänzenden Montage, der neuartigen Tonmischung und der dichten Dramaturgie. Durch die Zusammenarbeit Welles' mit Gregg Toland, einem der renommiertesten Kameramänner seiner Zeit, konnten die Bilder entstehen, die das Leben des Medienmoguls Kane so facettenreich beleuchten. Nominiert für insgesamt elf Oscars, erhielt "Citizen Kane" lediglich einen Oscar für das "Beste Originaldrehbuch" zugesprochen. Welles' Meisterwerk steht bis heute ganz oben auf den internationalen Listen der besten Filme aller Zeiten.

Der amerikanische Schauspieler, Regisseur und Produzent wurde am 6. Mai 1915 als zweiter Sohn einer gut situierten Fabrikantenfamilie in Wisconsin geboren. Nach dem frühen Tod der Eltern erprobte der junge Mann seine Talente auf der Bühne, als Maler und Stierkämpfer und war 1937 in New York Mitbegründer des künstlerisch engagierten Mercury-Theaters. Die legendäre Rundfunkinszenierung von "Krieg der Welten" machte das "Wunderkind" auch in Hollywood schlagartig bekannt. Mit seinen Filmen nach "Citizen Kane" aber verzettelte sich der Regisseur immer mehr, so dass er in den folgenden Jahrzehnten finanzielle Verluste durch schauspielerische Leistungen wettmachen musste. Orson Welles starb am 10. Oktober 1985 in Hollywood an Herzversagen.» (3Sat Presse)

Text?Dastaneh Natamam Directed by: Hassan Yektapanah,Iran, IE, SG - 2004
Producer: Hassan Yektapanah - Director: Hassan Yektapanah - Scenario: Hassan Yektapanah - Director of Photography: Reza Rakhshan - Cast: Mazdak Taebi - Mehdi Baghayan - Mohamad Assadi -

Text?Deux hommes dans Manhattan (Two Men in Manhattan), Directed by: Jean-Pierre Melville,France - 1958
Director: Jean-Pierre Melville - Scenario: Jean-Pierre Melville - Director of Photography: Jean-Pierre Melville - Nicolas Hayer - Composer: Christian Chevallier - Martial Solal - Cast: Ginger Hale Judith - Pierre Grasset Delmas - Christiane Eudès Anne - Jean-Pierre Melville Moreau - Jean Darcante Rouvier - Monique Hennessy Gloria -

Dogora Directed by: Patrice Leconte,France - 2004
Production: Epithete Films - Director: Patrice Leconte -

Text?En Garde Directed by: Ayshe Polat,Germany - 2003
Production: X-Filme creative Pool GmbH - Director: Ayshe Polat - Cast: Geno Lechner - Luk Piyes - Antje Westermann - Pinar Erincin Berivar - Maria Kwiatkowsky Alice -
Synopsis in German: Die 16-jährige Alice wird von ihrer Mutter in ein katholisches Heim gesteckt. Sie leidet an Hyperacusis – einer Störung des Gehörs, die Geräusche aus der Umwelt lauter erscheinen lässt – und ist daher anders als ihre Mitschülerinnen und meistens alleine. Als sie jedoch Berivan kennen lernt, eine junge Kurdin, die auf eine positive Entscheidung seitens der deutschen Einwanderungsbehörde wartet und hofft, legt Alice ihre Verschlossenheit ab, und zwischen den beiden jungen Frauen entwickelt sich eine verschwörerische Freundschaft. Doch kaum scheint das Leben es besser mit ihnen zu meinen, lernen die beiden einen jungen Mann namens Ilir kennen, in den sich Berivan verliebt, was dramatische Ereignisse nach sich zieht.... (Pressetext)
Reviews in German: "Eine intelligente Charakterstudie zweier isolierter heranwachsenden Mädchen." (lhg 2004)
Remarks and general Information: "Ayse Polat zeichnet einen atmosphärisch dichten Film, der sich auf subtile Weise mit den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens auseinander setzt. Elegant umschifft sie Klischees und betreibt stattdessen feinfühlige Charakterstudien und Beziehungsanalysen. Erfahrungen sammelte sie in Begegnungen mit jungen Frauen, die in Heimen aufwuchsen, und dies lässt sich aus dem Drehbuch herauslesen. Der Titel des Spielfilms leitet sich von den Fechtkursen ab, die die Protagonistinnen belegen: eine Metapher für das Leben, in dem es gilt, Angriffe zu parieren und selbst anzugreifen – beides möglichst kräfteschonend. Die Chemie zwischen Maria Kwiatkowsky und Pinar Erincin, in den Rollen von Alice und Berivan, ist äusserst stimmig: Beide Schauspielerinnen bringen eine Persönlichkeit auf die Leinwand, die sich zwischen Unbekümmertheit und tiefer Verzweiflung bewegt. Die psychosomatische Krankheit der Figur Alice betont die Überempfindlichkeit der Heranwachsenden gegenüber ihrer Umgebung und ermöglicht die Umsetzung einiger bestechender Regieeinfälle: die Nachtsequenz beispielsweise, bei der jeder noch so unbedeutende Ton zum ohrenbetäubenden Lärm anschwillt... " (Locarno Festival 2004)

Text?Fantômas contre Fantômas (Fantômas versus Fantômas, Fantomas Against Fantomas), Directed by: Louis Feuillade,France - 1914
Production: Société des Etablissements L. Gaumont - Distribution: Société des Etablissements L. Gaumont - Producer: Roméo Bosetti - Director: Louis Feuillade - Scenario: Louis Feuillade - Story: Pierre Souvestre - Marcel Allain - Director of Photography: Georges Guérin - Editor: Georges Guérin - Cast: Jane Faber Princesse Danidoff - Eugène Bréon Inspecteur Juve (AKA Edmond Bréon) - Renée Carl Lady Beltham - Yvette Andréyor - Laurent Morléas L'apache Paulet - Georges Melchior Jérôme Fandor, journaliste - René Navarre Fantômas / Le père Moche / Le détective Tom Bob - Naudier Nibet -
Reviews in German: "Feuillades vierter Fantomas Film ist nicht vollständig erhalten geblieben. Bei der in Locarno 2004 gezeigten Kopie wurde die Szene in der Zeitungsredaktion aus einem anderen Film ergänzt: Fantomas' Gegenspieler Inspektor Juive gerät selbst in Verdacht, Fantomas zu sein, während sich Fantomas eine falsche Identität als amerikanischer Detektiv Tom Bob zugelegt hat. Virtuoses Stummfilmvergnügen um den genialen 'König der Verbrecher'." (lhg 2004)

Les fautes d'orthographe Directed by: Jean-Jacques Zilbermann,France - 2004
Production: Agat Films & Cie - Director: Jean-Jacques Zilbermann - Cast: Carole Bouquet - Olivier Gourmet - Damien Jouillerot -

Text?Five Star Final Directed by: Mervyn LeRoy,USA - 1931
Director: Mervyn LeRoy - Cast: Boris Karloff - Edward G. Robinson -

Folie Privée Directed by: Joachim Lafosse,Belgium - 2004
Director: Joachim Lafosse - Scenario: Joachim Lafosse - Kris Cuppens - Director of Photography: Frederico d'Ambrosio - Editor: Sophie Vercruysse - Cast: Kris Cuppens - Catherine Salée - Vincent Cahay - Mathias Wertz -

The Football Factory Directed by: Nick Love,Great Britain - 2004
Director: Nick Love - Cast: Danny Dyer - Frank Harper - Hassan Tarner - Roland Manookian - Vertigo Films -

Text?Foreign correspondent Directed by: Alfred Hitchcock,USA - 1940
Production: United Artists - Producer: Walter Wanger - Director: Alfred Hitchcock - Scenario: Budd Schulberg - Charles Bennett - Joan Harrison - Director of Photography: Rudolph Maté - Composer: Alfred Newman - Editor: Otho Lovering - Dorothy Spencer - Art Director: William Cameron Menzies - Alexander Golitzen - Cast: Albert Bassermann - Crauford Kent - Gertrud Hoffmann (AKA Gertrude W. Hoffmann) - Jane Novak - Joan Brodel - Louis Borell - Elly Malyon - E.E. Clive - Eddie Conrad - Martin Kosleck - Eduardo Cianelli - Harry Davenport - Edmund Gwenn - Robert Benchley - Laraine Day - Herbert Marshall - Joel McRea - George Sanders - John Burton English Announcer -
Synopsis in German: August 1939: Der amerikanische Reporter John Jones wird unter einem Decknamen nach Europa geschickt, um dort die Lage zu beobachten und Kontakte zu Pazifisten und Diplomaten aufnehmen. Unmittelbar nach seiner Ankunft wird er Zeuge eines Attentats auf den holländischen Politiker Van Meer, der eine Geheimklausel des Bündnisvertrages kennt, die den Ausbruch des Krieges noch verhindern könnte. Mit Hilfe von Carol Fisher und Scott Ffolliott findet Jones heraus, dass das Attentat nur vorgetäuscht war und Van Meer in Wirklichkeit entführt worden ist. Als Drahtzieher hinter der Entführung entpuppt sich kein geringerer als Carols Vater Stephen Fisher, der Vorsitzender einer pazifistischen Organisation ist.
Während dieser auf einer übereilten Flucht nach Amerika seiner Tochter schliesslich seine Verstrickung in geheimdienstliche Machenschaften beichtet, wird sein Flugzeug von einem deutschen Zerstörer unter Feuer genommen und stürzt ins Meer. Fisher opfert sich, um die anderen Passagiere zu retten. Jones überlebt und hat endlich seine begehrte Story für die Zeitung. In seinem Heimatland angekommen, hält er eine flammende Rede, welche die Amerikaner zum Überdenken ihrer Neutralität auffordert. (arte Presse)
Reviews in German: «Phantasiereicher, spritziger und cleverer Hitchcock ...» (tele 44/2009)
Remarks and general Information: «Regisseur Alfred Hitchcock wurde im Herbst 1939 für "Der Auslandskorrespondent" von David O. Selznick an den damaligen "Paramount"-Produktionschef Walter Wanger weiterempfohlen. Hitchcock sollte den autobiografischen Roman "Personal History" von Vincent Sheean verfilmen, der die Erlebnisse eines Auslandsreporters im krisengeschüttelten Europa der 30er Jahre beschreibt. Wanger wollte den Film so aktuell wie möglich haben und somit die brenzligen Geschehnisse in Europa einarbeiten. Das war jedoch aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse nicht möglich. Rund ein Dutzend Drehbuchautoren versuchten sich im Laufe der Monate erfolglos am Drehbuch, bis Hitchcock seinen alten Mitarbeiter Charles Bennett aus England rief, um mit ihm und Joan Harrison das Drehbuch in kürzester Zeit völlig neu zu schreiben. Von Sheeans Roman blieb danach nur die Anfangskonstellation in Holland übrig.
Obwohl Hitchcocks zweiter Hollywoodfilm ursprünglich als Propagandafilm in Auftrag gegeben worden wurde, um für den Kampf Englands gegen die Nationalsozialisten zu werben, hält er sich letztlich mit politischen Botschaften zurück - vor allem aufgrund des politischen Drucks, die strikte Neutralität der USA zu wahren. Die treibende Kraft des Films ist die Jagd nach einer wichtigen "Geheimklausel" zwischen zwei nicht näher benannten europäischen Staaten, ein typischer "MacGuffin". Der von Hitchcock geprägte Begriff bezeichnet ein mehr oder weniger beliebtes Objekt, dessen letztliche Bedeutung im Film nebensächlich ist. Stattdessen dient der MacGuffin dazu, die Handlung auszulösen oder voranzutreiben.
Lediglich der Schluss enthält eine politische Nachricht.» (Arte Presse)

«Ein New Yorker Journalist wird im August 1939 nach Europa geschickt, um über den drohenden Konflikt zu berichten. Als vor seinen Augen ein holländischer Diplomat entführt wird, versucht er, ihn wiederzufinden. Dabei gerät er in Clinch mit einem Spionagenetz, das sich als Friedensorganisation tarnt, in Wirklichkeit aber für die Nazis arbeitet. Obwohl von verschiedener Seite Druck ausgeübt wird, kommt die Sache ans Licht. Dieser zweite Amerika-Film Hitchcocks – humorvoll und formal ausgereift – beinhaltet nicht nur ein Lob auf die Presse, sondern auch einen Appell an die USA, in den Krieg einzugreifen." (Locarno 2004)

Forgiveness Directed by: Ian Gabriel,ZA - 2004
Production: Giant Films - Director: Ian Gabriel - Cast: Arnold Vosloo - Quanita Adams - Denise Newman -

Text?Front Page Directed by: Lewis Milestone,USA - 1931
Production: United Artists - Producer: Howard Hughes - Director: Lewis Milestone - Scenario: Bartlett Cormack - Charles Lederer - Story: Ben Hecht - Charles McArthur - Director of Photography: Tony Gaudio - Glen McWilliams - Cast: Eugène Strong Endicott - Spencer Charters Woodenshoes - Maurice Black Diamond Louie - Effie Ellsler Mrs. Grant - Dorothea Wolbert Jenny - James Gordon Fred, the Mayor - James Donlan /xx/ Reporter - Francis Ford Carl, Detektiv /xx/ - Herman J. Mankiewicz Bit Part (/xx/) - Lewis Milestone Bit Part (/xx/) - Gustav von Seyffertitz Professor Max J. Engelhoffer - Phil Tead Wilson - Fred Howard Schwartz - Adolphe Menjou Walter Burns - Pat O'Brien Hildebrand 'Hildy' Johnson - Mary Brian Peggy Grant - Edward Everett Horton Roy V. Bensinger - Walter Catlett Jimmy Murphy - George E. Stone Earl Williams - Mae Clarke Molly Malloy - Slim Summerville Irving Pincus - Matt Moore Ernie Kruger - Frank McHugh 'Mac' McCue - Clarence Wilson Sheriff Peter B. 'Pinky' Hartman - Richard Alexander Jacobi (AKA Dick Alexander) -
Reviews in German: "Adaptation eines Theaterstücks von Charles MacArthur und Ben Hecht über Sensationsjournalismus und Intrigen um einen entflohenen Mörder: Trotz rasanter Dialoge doch eher steife Inszenierung durch Milestone mit einigen bravurösen Auftritten von Adolphe Menjou." (lhg 2004)

Text?Hacala Hasurit (The syrian bride), Directed by: Eran Riklis,Israel, France, Germany - 2004
Producer: Eran Riklis - Director: Eran Riklis - Cast: Abbass Hiam - Khouri J. Makram - Khouri Clara - Barhoum Ashraf - Sheety Eyad - Hiam Abbas -
Synopsis in German: Am Tag ihrer Hochzeit versammeln sich Monas Angehörige in dem kleinen Dorf Majdal Shams in den syrischen Golanhöhen, die seit dem Sechstagekrieg von den Israelis besetzt werden. Die junge Braut muss sich für immer von ihrer Familie verabschieden, denn als Bräutigam hat diese einen entfernten Verwandten, den syrischen TV-Star Tallal, ausgesucht. Sobald Mona die Grenze nach Syrien überquert hat, kann sie nicht mehr in ihr von den Israelis besetztes Heimatdorf zurückkehren. Umringt von ihren Lieben, vor allem von ihrer älteren Schwester Amal, fühlt sich Mona noch stark. Schon bald muss sich die Familie nach vielen Tränen und Streitereien irgendwo an einem Grenzposten zwischen Israel und Syrien für immer trennen ... Und dann tauchen in letzter Minute noch Schwierigkeiten auf: Die Hochzeit scheint auf einmal wegen eines Stempels auf den israelischen Ausreisepapieren in Gefahr. (arte Presse)
Reviews in German: "Ein Blick in eine fremde Welt: der schönste Tag im Leben einer jungen Frau aus den Golanhöhen wird auch ihr traurigster: mit ihrer Hochzeit nach Damaskus verliert sie auch das Recht, jemals nach Hause in die israelische Besatzungszone zurückzukehren. Vorzüglich gemachtes Portrait einer Familie, getrennt durch die willkürlichen Grenzen der Politik und der Ideologien." (lhg 2004) "In einem von Israel besetzten syrischen Dorf in den Golanhöhen feiert man Hochzeit: Die geschiedene junge Mona (Clara Khoury) erhält eine zweite Chance auf ein «normales» arabisches Frauenleben, indem sie Tallel heiratet - einen Verwandten, den Mona noch nie gesehen hat, weil er im syrischen Teil des auseinander gerissenen Dorfes lebt. Am Tag ihrer Hochzeit muss Mona die politischen Grenzen überschreiten, was jedoch nicht so einfach zu sein scheint . . . Dem israelischen Regisseur Eran Riklis gelingt mit seinem Film ein feines Oszillieren zwischen dem Tragischen und dem Grotesken - und eine kräftige, zuweilen komische Allegorie auf die mutwillige Misskommunikation zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn." (NZZ, als.)
Remarks and general Information: «Drei Jahre verbrachte der israelische Regisseur Eran Riklis ("Lemon Tree") damit, das Gebiet der Golanhöhen zu erkunden, seine Bewohner kennenzulernen und in die politische, soziale und psychologische Situation der Drusen, eine alte, vom Islam unabhängige Religionsgemeinschaft, einzutauchen. Die Bevölkerung der Golanhöhen, die sich jeweils zur Hälfte aus jüdischen Siedlern und aus Drusen zusammensetzt, leidet unter dem Kampf Israels und Syriens um das ursprünglich syrische Gebiet, das seit Ende des Sechstagekrieges 1967 von den Israelis besetzt wird. Die Idee zu "Die syrische Braut" kam Eran Riklis, während er 1998 den Dokumentarfilm "Borders" über Hochzeiten im israelisch-syrischen Grenzgebiet drehte und dabei die Probleme der Drusen kennenlernte. Um die Geschichte einer Frau zu entwerfen, die zerrissen ist zwischen ihrer Familie, dem Gewicht der Tradition und der Absurdität einer politischen Situation, bat Eran Riklis die progressive arabisch-israelische Drehbuchautorin Suha Arraf um Mithilfe, die für ihre Kenntnisse der arabischen wie der drusischen Welt bekannt ist. Eran Riklis' "Die syrische Braut" ist ein Plädoyer für mehr Verständnis und gegenseitige Toleranz nicht nur zwischen Israelis und Syrern. Der Film bekam beim Festival von Locarno 2004 den Publikumspreis. In Montreal im selben Jahr wurde er mit der Auszeichnung für den besten Film und dem Publikumspreis geehrt.» (arte Presse)

Text?Hildes Reise (Hilde's Journey), Directed by: Christof Vorster,Switzerland - 2004
Director: Christof Vorster - Scenario: Christof Vorster - Cast: Michael Finger - Heidi Maria Glössner - Carlos Leal - Peter Rühring - Oliver Stokowski - Katharina von Bock -
Reviews in German: "Berauschend. Das Gay-Roadmovie kommt glaubwürdig, emotionsgeladen und mit hintergründigem Humor daher." (Schweizer Familie)

Text?His Girl Friday Directed by: Howard Hawks,USA - 1940
Production: Columbia Pictures Corporation - Director: Howard Hawks - Scenario: Charles Lederer - Based on : Ben Hecht play - Charles MacArthur play - Director of Photography: Joseph Walker - Editor: Gene Havlick - Art Director: Lionel Banks - Costume Design: Robert Kalloch - Cast: Abner Biberman Louis - Cliff Edwards Endicott, Reporter - Clarence Kolb Bürgermeister - Roscoe Karns McCue, Reporter - Frank Jenks Wilson, Reporter - Regis Toomey Sanders, Reporter - John Qualen Earl Williams - Helen Mack Molly Malloy - Ernest Truex Roy V. Bensinger, Tribune reporter - Gene Lockhart Sheriff Peter B. 'Pinky' Hartwell - Porter Hall Murphy, Reporter - Ralph Bellamy Bruce Baldwin - Rosalind Russell Hildegaard 'Hildy' Johnson - Cary Grant Walter Burns - Alma Kruger Mrs. Baldwin -
Synopsis in German: Reporterin Hildy Johnson will ihren Job an den Nagel hängen. Sie plant ein neues Leben als Hausfrau und Mutter an der Seite des Versicherungsberaters Bruce Baldwin. Doch ihr Exmann, der Zeitungsherausgeber Walter Burns, überredet sie zu einem letzten Auftrag: Hildy soll den zum Tode verurteilten Earl Williams interviewen und dem umstrittenen Fall auf den Grund gehen. Vertreter der Justiz und der Politik wollen sich durch die Vollstreckung des Urteils profilieren, während die Horde der Journalisten auf eine exklusive Story lauert. Für Hildy scheint diese Gelegenheit zum Greifen nahe, als Earl aus dem Gefängnis flieht und in ihrem Büro Schutz sucht. Sie versteckt ihn vor Polizei und Reportern und ruft Walter zur Hilfe. Der wiederum hat zuvor mehrere Tricks angewandt, um Hildys Verlobten ins Gefängnis zu bringen und somit die geplante Abreise der beiden hinauszuzögern. Die chaotischen Ereignisse spitzen sich zu und bringen das einstige Ehepaar einander wieder näher... (ZDF Presse)
Reviews in German: "Howard Hawks Umsetzung des Theaterstückes von Ben Hecht ist eine temporeiche Komödie vor dem Hintergrund des amerikanischen Sensationsjournalismus geworden: weit dynamischer und pointenreicher als Milestone's Verfilmung aus dem Jahre 1931 setzt Hawks voll auf seine brillanten Schauspieler und eine kaskadenreiche Dialogflut, die trotz der Beschränkung auf wenige Schausplätze nie an Spannung verliert. Gary Grant ist so gut wie selten, und die Umkehrung der Geschlechterrollen (Rosalind Russell spielt die Reportering) sorgt für zusätzlichen Witz. Eine Screwball-Komödie, die in den letzten sechzig Jahren kein Staub angesetzt hat." (lhg 2004)
Remarks and general Information: Sein Mädchen für besondere Fälle" basiert auf dem Bühnenstück "The front page" von Ben Hecht und Charles MacArthur, das seit 1931 mehrfach verfilmt wurde. Unter anderem im Jahr 1974 von Billy Wilder mit Walter Matthau und Jack Lemmon in den Hauptrollen. Howard Hawks inszenierte den Stoff als Screwball-Komödie. Die rasanten verbalen Gefechte der Protagonisten tragen den Film, während auf Musik weitgehend verzichtet wird. Erstmals kommt hier die Technik des sich überlappenden Dialogs zum Einsatz, bei dem die Darsteller einander permanent ins Wort fallen. Die Hauptrolle besetzte Hawks mit Cary Grant, seinem Lieblingsschauspieler für Komödien. Erst zwei Jahre zuvor hatten die beiden mit "Leoparden küsst man nicht" ("Bringing up Baby", 1938) Erfolge gefeiert. Doch diesmal spielte nicht Katherine Hepburn den wortgewaltigen weiblichen Gegenpart, sondern Rosalind Russell. "Sein Mädchen für alle Fälle" ironisiert genregemäss das Verhältnis der Geschlechter, übt aber unterschwellig auch Kritik an einem korrupten Rechtssystem und stellt die Berichterstattung der Skandaljournalisten in Frage. Der Film zählt zu den Höhepunkten der Hollywoodkomödien der 30er und 40er Jahre. (ZDF Presse)

The Hunting for the President Directed by: Nickolas Perry,USA - 2004
Production: Diceburg - Director: Harry Thomason - Nickolas Perry - Story: Joe Conason - Gene Lyons - Cast: James Carville - Hillary Clinton Hillary Clinton - Bill Clinton Bill Clinton - Susan McDougal - Gene Lyons - Jerry Falwell - Joe Conason - John Camp - David Brock - Paul Begala - Voice: Morgan Freeman -

Text?Inviati Speciali Directed by: Romolo Marcellini,Italy - 1942
Director: Romolo Marcellini - Cast: Luigi Pavese - Piero Palermini - Barbara Ledi - Adele Garavaglia - Mino Doro - Maurizio D'Ancora - Onorato Bindoni - Nerio Bernardi - Liana Serena -
Reviews in German: "Ein Dokument des Faschistischen Films: die Erlebnisse eines italienischen Journalisten im Spanischen Bürgerkrieg und zu Beginn des - für die faschistische Allianz damals noch siegesreichen - Zweiten Weltkrieges: Kritiklosen Verherrlichung des Krieges durch die Optik des italienischen Journalisten, verflochten mit einer Liebesgeschichte mit einer Spionin aus dem Lager der spanischen Republikaner." (lhg 2004)

La jeune fille et les nuages Directed by: Georges Schwizgebel,Switzerland - 2004
Director: Georges Schwizgebel -

Text?The Kid Reporter Directed by: Alfred J. Goulding,USA - 1923
Production: Century Film Corporation - Ausführender Produzent: Abe Stern - Julius Stern - Director: Alfred J. Goulding - Cast: Blanche Payson - James T. Kelley AKA Jim Kelly - Buddy Williams - Albert Willis - Peggy Montgomery AKA Baby Peggy -
Synopsis in German: In einer Anzeige von Daily News verspricht ein reiches Paar demjenigen eine hohe Belohnung, der ein gestohlenes Halsband wiederfindet. Der Zeitungsbesitzer geht noch weiter: Der Reporter, der den Fall lösen kann, soll zum Chefredaktor ernannt werden. Die sehr, sehr junge Sekretärin Peggy macht sich auf die Suche. Dank ihrer Verkleidungskünste, den Verfolgungsjagden und ihrem detektivischen Gespür wird sie zur jüngsten Chefredaktorin in der Geschichte der Presse.
Remarks and general Information: "In dieser verrückten Komödie gibt der damals fünfjährige Kinderstar Baby Peggy der Figur der Detektivin-Journalistin einen parodistischen Touch." (Locarno 2004)

Kongekabale (King's Game), Directed by: Nikolaj Arcel,Danmark - 2004
Production: Nimbus Film - Director: Nikolaj Arcel - Cast: Anders W. Berthelsen - Soren Pilmark - Nastja Arcel -

Text?Kärlek och Journalistik (Love and Journalism), Directed by: Mauritz Stiller,Sweden - 1916
Production: AB Svenska Biografteatern - Director: Mauritz Stiller - Scenario: Harriet Bloch - Director of Photography: Gustaf Boge - Composer: Umberto Prandini - Art Director: Axel Esbensen - Cast: Richard Lund Dr. Eric Bloomé, Forscher - Paul Hagman Journalist - Edith Wallén Mädchen - Helge Karlsson stadsbudet - Gucken Cederborg Rosika Amunds, Journalistin - Jenny Tschernichin-Larsson Staatsrätin Bloomé, Eric's Mutter - Karin Molander Herta Weye, Journalistin - Stina Berg Stina, Dienerin bei Bloomé - Julius Hälsig Redakteur -
Reviews in German: "Amüsant gedrehte Komödie aus der Frühzeit des Schwedischen Kinos: mit viel Leichtigkeit führt Mauritz Stiller seine Schauspieler in dem Verwechslungsspiel zwischen Journalismus und Liebe." (lhg 2004)

Text?Making a Living Directed by: Henry Lehrman,USA - 1914
Production: Keystone Film Company - Distribution: Mutual Film - Producer: Mack Sennett - Director: Henry Lehrman - Scenario: Reed Heustis - Director of Photography: Enrique Juan Vallejo - Frank D. Williams - Cast: Virginia Kirtley Daughter - Chester Conklin Policeman / Bum - Edward Nolan Cop at Apartment Steps - Grover Ligon Bald Man in Newspaper Office - Edgar Kennedy Wreck Bystander - Charles Inslee Newspaper Editor - Beverly Griffith Seated Man with Editor - Billy Gilbert Jealous Husband - Emma Bell Clifton Jealous Husband - Tammany Young Onlooker - Alice Davenport Mother - Minta Durfee Girl - Henry Lehrman Reporter - Charles Chaplin Dandy -
Reviews in German: 'Ein Komiker reinsten Wasser's' schrieb seinerzeit MOVING PICTURE WORLD über Charlie Chaplins ersten Filmauftritt: Als halbzerumpter Dandy sind Ansätze für die chaplineske Figur des Tramps erkennbar, auch wenn er noch nicht alle Attribute seiner Figur hat: Noch spürt man deutlich den Einfluss Mack Sennett's - die Epiosde mit den Keystone-Cops, die endlosen Verfolgungsjagden, die virtuosen Kaskaden zeigen welcher Schule dieser Film ist. " (lhg 2004)
Remarks and general Information: In seinem ersten Leinwandauftritt verkörpert Charlie Chaplin nicht den Landstreicher, dem er später seinen Erfolg verdankt, sondern einen kleinen Duckmäuser mit herunterhängendem Schnurrbart, der einen Job als Journalist ergattern will. Nebst dem Genuss, Chaplin zu sehen, bietet diese kurze Komödie einen spannenden Einblick in eine Redaktion zu Beginn des 20. Jahrhunderts und entlarvt in mehrfacher Hinsicht den Opportunismus und die Gleichgültigkeit der Journalisten. Als ein Reporter beispielsweise Zeuge eines Unfalls wird, macht er zuerst Fotos, ehe er dem Opfer Hilfe leistet. Ausschnitte in "The funniest man in the world"

McDull, Prince de la Bun Directed by: Toe Yuen,HK - 2004
Director: Toe Yuen - Voice: Andy Lau - Anthony Wong - Sandra Ng - Jan Lamb - Chet Lam -

Text?Mùa Len Trâu (Muoa Len Traau, Buffalo Boy), Directed by: Minh Nguyen-Vô,Belgium, VN, Germany, France - 2004
Director: Minh Nguyen-Vô - Cast: Le The Lu - Nguyen Thi Kieu Trinh - Nguyen Huu Thanh - Kra Zan Sram -
Synopsis in German: Indochina 1940 – das Land steht unter französischer Besatzung. Ca-Mau ist ein Dorf am südlichsten Zipfel des Landes, wo die Tieflande an den Ozean grenzen. Die Regenzeit dauert sechs Monate, und bald wird das Wasser die Ebenen überfluten. Es ist die Zeit, in der die Büffel – die einen äusserst kostbaren Besitz darstellen, da sie für den Reisanbau unerlässlich sind – in ferne Weiden geführt werden, wo sie grasen können. Dem 15-jährigen Kim kommt die wichtige Aufgabe zu, die beiden Tiere seiner Familie dorthin zu führen. Auf der langen und gefährlichen Reise durch riesige, überschwemmte Landschaften tritt der Jugendliche an die Schwelle des Erwachsenenlebens. Er schliesst sich einer Gruppe Büffelhirten an und entdeckt dabei eine männlich geprägte Welt, die von Schlägereien, Alkohol und Plünderungen beherrscht wird. Zunehmend weicht die rohe Gewalt jedoch der Freundschaft, der Zuneigung und einem gewissen Gefühl von Freiheit.... (Pressetext)
Remarks and general Information: "Regisseur Minh Nguyen-Vô verleiht Kims Geschichte mehrere Erzählebenen: Zum Initiationscharakter von Kims Reise gesellt sich eine historische Dimension in der Schilderung von einer Reihe gesellschaftskultureller Aspekte der Kolonialisierung. Die traditionelle Lebensweise, die noch vor einem halben Jahrhundert hier unangefochten bestand, weicht zunehmend der Modernisierung durch den Westen. Diese Veränderungen unterstreichen die ungewisse Zukunft dieser ländlichen Gegenden, die zu allem auch noch den Naturgewalten ausgeliefert sind. Wie der Regisseur betont: «In Ca-Mau ist das Leben eher ein Überleben. Die Überschwemmungen sind Quell schweren Unheils und der Fruchtbarkeit in einem. Das Wasser, oft als Symbol für das Leben gesehen, bringt hier gleichzeitig Tod und Verderben. In diesem Zusammenhang ist der Büffel der einzige Verbündete des Menschen: Er ist ein heiliges Tier und zugleich ein äusserst wertvolles Gut.»" (Locarno 2004)

Text?Le mystère des Roches de Kador (The Mystery of the Kador Cliffs), Directed by: Léonce Perret,France - 1912
Production: Société des Etablissements L. Gaumont N° 4068 - Producer: Léon Gaumont - Director: Léonce Perret - Scenario: Léonce Perret - Director of Photography: Georges Specht - Art Director: Robert-Jules Garnier - Cast: Marie Dorly Mme Dorlysse - Louis Leubas le chef de la sûreté - Jean Ayme Maître de Jeandé - Max Dhartigny capitaine d’Erquy - Léonce Perret Fernand - Émile Keppens professeur Williams - Suzanne Grandais Suzanne - Jean Perrier (--??--) -
Remarks and general Information: Frédéric Zarch nennt in seinem Buch zu den Aufführungen in Saint Étienne Jean Perrier als Architekten des Films. (lkg 2015)

Text?The Mystery of the Yellow Room Directed by: Émile Chautard,USA - 1919
Production: Emile Chautard Pictures - Mayflower Photoplay - Producer: Émile Chautard - Director: Émile Chautard - Assistant Director: Josef von Sternberg - Scenario: Émile Chautard - Story: Gaston Leroux - Director of Photography: Jacques Bizeul - Cast: William Morrison Judge de Marquet - John McQuire Mathieu - Henry S. Koser Bernier - Louis Grisel Monsieur Maleine - Jean Ewing Mme. Bernier - Edmund Elton Robert Darzac - Catherine Ashley Mme. Mathieu - Jean Del Val Jean Sainclair (AKA Jean Gauthier) - W.H. Burton Daddy Jacques - Ivan Dobble Gärtner -
Synopsis in German: Ein mysteriöser Unbekannter überfällt eines Nachts die Tochter von Professor Strangerson und entwendet wertvolle Dokumente. Doch wie konnte er in den von innen verriegelten Raum, dessen Fenster verstellt waren, eindringen und daraus wieder entwischen? Der berühmte Polizist Larsan wird mit dem Fall betraut, doch der unerfahrene Reporter Rouletabille ist es, der das Rätsel schliesslich lösen wird.
Reviews in German: "Ein 'Who did it' im damals üblichen Stil der Zeit: der Journalist mit kriminalistischen Spürsinn überführt den Mörder - diesmal war's nicht der Gärtner sondern der Polizist. Die Inszenierung wirkt reichlich steif, unfreiwillige Komik herrscht und die Charaktere wirken herrlich hölzern. Kein besonders sehenswerter Film, aber doch ein interessantes Zeugnis für ein damals sehr populäres Genre mit allen dazu erforderlichen Versatzstücken." (lhg 2004)
Remarks and general Information: "Diese amerikanische Adaption des gleichnamigen Romans von Gaston Leroux greift ein Thema auf, das in der Filmgeschichte ständig wiederkehrt: der als Detektiv agierende Journalist." (Locarno 2004) Die Romanvorlage wurde u.a. 1930 unter dem Titel "Le Mystère de la chambre jaune" von Marcel L'Herbier verfilmt.

Text?Der Neunte Tag Directed by: Volker Schlöndorff,Germany - 2004
Director: Volker Schlöndorff - Director of Photography: Tomas Erhart - Art Director: Ari Hantke - Cast: Ulrich Matthes - August Diehl - Hilmar Thate - Bibiane Beglau -
Reviews in German: "Schlöndorffs doch sehr schleppend inszenierter Gewissenskonflikt des luxembourgischen Priesters, der für neun Tage aus dem KZ Dachau entlassen wird, um seinen Bischoff in Luxembourg zur Kollaboration mit den Nazis zu überreden. Sehr kopflastig inszeniertes Lehrstück über Religion, Weltanschauung und Überleben in einer Gesellschaft ohne Toleranz." (lhg 2004)

Text?Notebook Directed by: Nick Cassavetes,USA - 2004
Production: Warner Bros. - New Line Cinema - Director: Nick Cassavetes - Scenario: Jeremy Leven - Director of Photography: Robert Fraisse - Composer: Aaron Zigman - Production Design: Sarah Knwoles - Cast: Rachel McAdams - James Garner - Ryan Gosling - Gena Rowlands - Ed Grady Harry -
Synopsis in German: Allie leidet an Alzheimer und lebt in einem Altersheim. Um ihr Gesellschaft zu leisten, liest Noah ihr jeden Tag eine Liebesgeschichte vor, die sich Ende der 30er-Jahre zutrug: Ein junger Mann und eine junge Frau aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten – sie gehört dem Adel an, er stammt aus bescheidenen Verhältnissen – müssen für ihre Liebe zahlreiche Hindernisse überwinden, die ihnen die Familie der jungen Frau in den Weg legt. Dann werden sie durch den 2. Weltkrieg getrennt. Als sie sich wiedertreffen, schickt Allie sich an, einen Anwalt zu heiraten. Die ehemaligen Liebenden stehen vor einer wichtigen Entscheidung. Doch weshalb liest Noah diese Geschichte Allie vor?... (Pressetext)
Reviews in German: "Eine romantische Liebesgeschichte mit einem wehmütigen Unterton, gepflegt inszeniert und gespielt, ein Film über das Heute und das (eventuelle) Morgen, über Jugend, Liebe und Alter." (lhg 2004)
Remarks and general Information: "he Notebook ist Nick Cassavetes' Adaption des gleichnamigen Bestsellers von Nicholas Sparks und schildert eine Liebe, die die Wirren der Geschichte und die Zeit überdauert. Die Hauptrolle spielt Cassavetes' Mutter, Gena Rowlands. Der bestechend inszenierte Spielfilm dürfte selbst beim nüchternsten Zuschauer eine romantische Ader freilegen." (Locarno 2004) "Memories are interesting. How do they shape human beings? I think it's different for everybody and it depends on where you are in your life. If you're a young person, your memories are not that important to you because your entire life is in front of you. But as you get older, and certainly as you get to the latter part of your life, memories become everything because they are really mostly what you have. So, for people with Alzheimer's, it's not only just taking their memories away from them. And I think that would be the most precious thing in the world to loose." (Nick Cassavetes)

Text?Nothing Sacred Directed by: William A. Wellman,USA - 1937
Production: Selznick International Pictures - United Artists - Producer: David O. Selznick - Director: William A. Wellman - Scenario: Charles McArthur - Ben Hecht - Budd Schulberg - Story: James H. Street - Director of Photography: Howard Greene - Cast: Alexander Schoenberg Dr. Kerchinwisser (/xx/) - Charles Richman Bürgermeister (/xx/) - Monica Lyman Salome (/xx/) - Betty Douglas Helen of Troy (/xx/) - Shirley Chambers Lady Godiva (/xx/) - Troy Brown Ernest Walker - Elinor Troy Katharina die Grosse (/xx/) - Fredric March Wally Cook - Hans Steinke Wrestler (/xx/) - Claire du Brey Nurse Rafferty - Monica Bannister Pocahontas (/xx/) - Olin Howland Gepäckträger - Margaret Hamilton Lady im Drugstore - Hedda Hopper - Hattie McDaniel Mrs. Walker - Aileen Pringle - John Qualen - Maxie Rosenbloom Max - Carole Lombard Hazel Flagg - Charles Winniger Dr. Enoch Downer - Walter Connolly Oliver Stone - Sig Ruman Dr. Emil Eggelhoffer - Frank Fay Master of Ceremonies - Mary MacLaren Banquet Guest (/xx/) -
Reviews in German: "Klasse-Komödie" (TV-Movies)
"Screwball-Komödie mit makabrem Hintergrund" (lhg)

Text?Obzalovany (Accused), Directed by: Elmar Klos,CZ - 1964
Director: Ján Kadár - Elmar Klos - Scenario: Vladimír Valenta - Ján Kadár - Elmar Klos - Story: Lenka Hasková novel - Director of Photography: Rudolf Milic - Composer: Zdenek Liska - Cast: Vlado Müller Josef Kudrna - Jaroslav Blazek - Jirí Menzel - Josef Somr -

Oh Happy Day Directed by: Hella Joof,Danmark - 2004
Director: Hella Joof - Cast: Lotte Andersen - Malik Yoba -

Text?Okhotnik (The Hunter), Directed by: Serik Aprymov,KZ, France, Japan, Switzerland - 2004
Director: Serik Aprymov - Cast: Gulnazid Omarova - Dogburbek Kidiraliev - Alibeb Zhuasbaev -
Synopsis in German: In einem abgelegenen kasachischen Bergdorf wohnt der 12-jährige Erken mit seiner Mutter: einer schönen, verführerischen Frau. Der schweigsame, verschlossene Junge gilt als gefühlskaltes «Wolfskind». Eines Nachts, als seine Mutter einen Jäger empfängt, stiehlt Erken dessen Pferd und Gewehr, um einen Laden zu überfallen. Die Polizei ist ihm auf den Fersen, doch der Jäger findet ihn und stellt ihn vor die Wahl: entweder Gefängnis oder ein Leben mit ihm, dem Jäger, in den Bergen. Während der folgenden Initiationsreise versucht der Jäger, dem Jungen seine Lebensfreude und Erkenntnisse zu vermitteln und ihm ein wenig Wärme einzuflössen, einen neuen Lebenshauch, indem er ihm die Schönheit der Natur und der Frauen nahe bringt und ihn Freundschaft und Tod entdecken lässt. Der Junge lernt, dass der Mensch nicht allein ist, sondern im Austausch steht zu seinen Mitmenschen, zu Tieren und Landschaften. Seine Probe besteht Erken, als er seine Mutter aufzuwärmen vermag, die auf der Suche nach ihrem Sohn in den Bergen vor Kälte in Ohnmacht fiel. Erken bringt seine Mutter ins Krankenhaus und muss in der Folge die Gefängnisstrafe absitzen. Gleichzeitig muss sich der Jäger einem weiteren Wolf stellen: Kokjal, einem Tier mit fünf Zehen, das die Unausweichlichkeit seines Schicksals verkörpert... (Pressetext)
Reviews in German: "Der zwölfjährige Erken wird nach einem Amoklauf, bei dem jedoch nur Sachschaden entstand, von seiner Mutter in die Obhut eines Jägers gegeben, der allein in den Bergen lebt. In der abgelegenen, wilden Landschaft Kasachstans begleiten wir das ungleiche «Männer»-Paar und erhalten aus der Perspektive des Buben Einblicke in die fremde Welt, in der Tier und Mensch, Natur und Kultur, Legendenhaftes und Tatsächliches einen dauernden Dialog miteinander führen. Die schönsten Momente im Film von Serik Aprimow sind solche, wo die Inszenierung beiläufig wirkt und die Bilder der rauen Natur den Grossteil ihres Mysteriums bewahren. Doch manchmal wird dem ethnographischen Klischee zu leichtfertig der Weg geebnet." (T.Br. in NZZ)
Remarks and general Information: "Serik Aprymow vereint in diesem Film beschauliche Sequenzen mit Action und burlesken Elementen. Er findet ein stimmiges Gleichgewicht aus Legende, Epos und einer Form von sozialem Realismus. «Wolfskind», Jäger, Schamane, Prostituierte: Ihnen, die mit ihren Körpern und mit den Mysterien der Erde verbunden sind, gilt die Zuneigung des Regisseurs, der mit ausdauernden Grossaufnahmen die Harmonie, die Feindseligkeit oder einfach die Gleichgültigkeit der Natur auszudrücken weiss." (Locarno 2004)

Ordo Directed by: Laurence Ferreira-Barbosa,France, Canada, PT - 2004
Director: Laurence Ferreira-Barbosa - Cast: Roschdy Zem - Marie-Josée Croze -

Text?The Philadelphia Story Directed by: George Cukor,USA - 1940
Production: Metro-Goldwyn-Mayer - Producer: Joseph L. Mankiewicz - Director: George Cukor - Scenario: Donald Ogden Stewart - Story: Philip Barry - Director of Photography: Joseph Ruttenberg - Composer: Franz Waxman - Cast: John Howard - Roland Young - Virginia Weidler - James Stewart Macauly Connor - Cary Grant C.K. Dexter Heven - John Halliday - Katharine Hepburn Tracy Lord - Ruth Hussey Elizabeth Imbrie - Mary Nash -
Synopsis in German: Am Tag vor ihrer zweiten Hochzeit mit dem biederen George Kittredge (John Howard) erhält die extravagante Millionärstochter Tracy Lord (Katharine Hepburn) unerwarteten Besuch. Ihr erster Mann, der forsche Playboy C. K. Dexter Haven (Cary Grant), versucht, ihr die Feier zu vermasseln. Dafür hat er den Klatschreporter Mike Connor (James Stewart) und die Fotografin Elizabeth Imbrie (Ruth Hussey) vom 'Spy'-Magazin mitgebracht. Tracy kann die ungebetenen Gäste nicht hinauswerfen, denn sonst würde der 'Spy'-Verleger eine peinliche Geschichte über einen Seitensprung ihres Vaters drucken lassen. Schlagfertig geht sie daher in die Offensive und überschüttet ihre Gäste mit ebenso intelligenten wie boshaften Anspielungen. Als sie herausfindet, dass der Reporter Mike ein verkannter Schriftsteller ist, entwickelt sich zwischen ihnen eine freundschaftliche Beziehung. Mike will daraufhin seinen indiskreten Job aufgeben. Dexter ist ebenfalls wieder von seiner Ex-Frau fasziniert. Amüsiert lässt er sich auf ihr launisches Spiel ein, doch schon bald kommt es wie früher zum heftigen Streit. Unter dem Einfluss von etlichen Flaschen Champagner entwickelt sich ein feucht-fröhlicher Beziehungsreigen zwischen Tracy, Mike und Dexter, an dem bloß der stocknüchtern auftauchende Bräutigam George überhaupt keinen Gefallen finden kann.
Remarks and general Information: "Hintergrundinformationen: George Cukors Verfilmung des Bühnenstücks 'The Philadelphia Story' ist eine der brillantesten Hollywood-Komödien. Katharine Hepburn hatte mit dem eigens für sie geschriebenen Werk schon einen Broadway-Erfolg. Die selbstbewusste Schauspielerin kaufte die Rechte an dem Stück und konnte vom MGM-Studio nicht nur eine hohe Gage fordern, sondern auch den Regisseur sowie ihre beiden Filmpartner selbst wählen. Der Film wurde ein Kassen-Schlager. James Stewart und der Drehbuch-Autor Donald Ogden Stewart bekamen einen Oscar." (SWR Presse) "C. K. Dexter Haven, der vom Besitzer eines Skandalblatts erpresst wird, führt zwei Journalisten bei seiner Ex-Frau ein. Diese sollen über die Heirat der reichen Aristokratin mit einem Selfmademan berichten. Die Hochzeit findet zwar statt, doch ist das Setting etwas durcheinander geraten. Diese feine Komödie, bei der sich alles um die Beziehung zwischen den Geschlechtern und den Klassen dreht, wirft ein kritisches Licht auf den Journalismus: Nicht mehr als ein Broterwerb für die beiden Reporter, die allerdings höhere Ambitionen hegen, ist er für die Reichen und Berühmten nichts als ein lästiges Übel." (Locarno 2004) Charles Walters drehte 1956 ein gelungenes Remake unter dem Titel "High Society".

Poster Boy Directed by: Zack Tucker,USA - 2004
Director: Zack Tucker - Cast: Mathew Newton - Michael Lerner - Karen Allen - Jack Noseworthy - Valerie Geffner -

Pourquoi (pas) le Brésil Directed by: Laetitia Masson,France - 2004
Director: Laetitia Masson - Cast: Elsa Zylberstein - Marc Barbé - Laetitia Masson - Bernard Lecoq - Pierre Arditi -

Private Directed by: Saverio Costanzo,Italy - 2004
Director: Saverio Costanzo - Cast: Lior Miller - Mohammad Bakri - Tomer Ruso - Arin Omary - Hend Ayoub -

Text?Promised Land Directed by: Michael Beltrami,Switzerland, Italy - 2004
Director: Michael Beltrami - Scenario: Richard Alexander - Francesca Demichelis - Steve Anderson - Michael Beltrami - Director of Photography: Alexa Ihrt - Composer: Giovanni Venosta - Editor: Ilaria Fraioli - Cast: William Sanderson - Patrick Bauchau - Giuseppe Cederna Mulligan - Norma Lalaine Norma - Chad Smith Ethan Wildwood - Ruth Gerson Vicky Dalton - Melinda Page-Hamilton -
Synopsis in German: «Put me in the movie where I belong»: Dieser Satz, der als Leitmotiv des Films fungiert, steht auf dem alten Auto der Hauptfigur – eines verarmten, mittelmässigen und unbekannten Schauspielers, der sich für James Dean hält. Allerdings war Ethan Wildwood als Kind wirklich erfolgreich, damals als er den Helden des Western Billy Boy spielte. Dies brachte ihm eine Oscar-Nomination ein, woran sich aber niemand mehr erinnert. Da er später nie mehr als Schauspieler arbeiten konnte, entwickelte er sich auch nicht weiter. Die Erinnerung an seinen verflossenen Ruhm hält ihn jedoch gefangen, und er glaubt nach wie vor, für die Leinwand geboren zu sein. Er träumt, um der Realität zu entfliehen, was ihn aber gleichzeitig daran hindert zu leben. Eines Tages schlägt ihm ein Freund und Produzent vor, die Regie für einen Film zu übernehmen. Ethan zieht los, um Menschen auf der Strasse zu befragen. Als er Vicky und Nora trifft, nimmt seine Reise eine unerwartete Wendung... (Pressetext)
Remarks and general Information: "Kakteen, ein Motel, ein Cowboyhut, Lederstiefel, eine Harmonika, eine Gitarre, die Nevada-Wüste, nicht zu vergessen die schöne Countrysängerin mit den langen Locken; all diese Roadmovie-Klischees, aneinander gereiht, verfolgen ein subversives Ziel: die Mythologie des Hollywood-Films zu entlarven. Die Handlung ist zweitrangig – was zählt, ist einzig die Darstellung einer künstlichen und gleichzeitig fatalen Welt, ein Produkt der siebten Kunst, in welcher der Held zwar leben möchte, die aber definitiv nichts mehr von ihm wissen will. Michel Beltrami bedient sich in brillanter Weise der Dekors, der mythischen Drehorte, des Lichts, der Tonspur und der Kadrage mit dem einen Ziel: nur das Beste von Hollywood zu nutzen, um diese unverwüstliche Traumfabrik zu untergraben." (Locarno 2004)

Text?Queimada (Burn!), Directed by: Gillo Pontecorvo,Italy - 1969
Production: United Artists - Director: Gillo Pontecorvo - Scenario: Giorgio Arlorio - Franco Solinas - Director of Photography: Marcello Gatti - Composer: Ennio Morricone - Cast: Joseph Persuad Juanito - Mauricio Rodriguez Ramon - Renato Salvatori Sanchez - Carlo Palmucci Jack - Giampiero Albertini Henry - Evaristo Marquez José - Tom Lyons General Prada - Norman Hill Shelton - Dana Ghia Francesca - Cecily Browne Lady Bella - Marlon Brando Walker - Wanani Guiarina -
Synopsis in German: Sir William Walker (Marlon Brando) kommt um die Mitte des 19. Jahrhunderts mit einem geheimen Auftrag der britischen Krone nach Queimada ("Die Verbannte"). Die Antilleninsel trägt diesen Namen, seitdem die Portugiesen dort mit Feuer und Schwert die indianische Urbevölkerung ausrotteten und dann Negersklaven herholten als Arbeitskräfte für die Zuckerrohrplantagen, die den Reichtum Queimadas bilden. Jetzt wollen die Engländer die Insel unter ihren Einfluss bringen, um selber das Geschäft mit dem Zucker machen zu können. In dem jungen Schwarzen José Dolores (Evaristo Marquez) findet der britische Abenteurer einen Mann, der ihm für seine Pläne geeignet erscheint. Auf dem Umweg über einen Goldraub vermittelt er ihm revolutionäres Selbstbewusstsein; so wird José zum Anführer eines Aufstands, ohne zu ahnen, dass er ebenso wie der ehrgeizige Teddy Sanchez (Renato Salvatori) nur ein Werkzeug des Briten und seiner Auftraggeber ist. Als Walker sein Ziel erreicht hat, verlässt er die Insel. Zehn Jahre später holt man ihn zurück, diesmal als Militärberater eines erfolglosen Generals, der mit Walkers Hilfe die um die Früchte ihres Kampfes gebrachten Guerilleros unter José Dolores vernichten will... (ARD Presse)
Reviews in German: «Starkes Plädoyer gegen Kolonialismus und Sklaverei» (tele 42/2007)
Remarks and general Information: "Marlon Brando, schauspielerisches Genie, Exzentriker und Superstar, eroberte 1947 in "Endstation Sehnsucht" den Broadway, Anfang der 50er Jahre Hollywood. In der Rolle des Sir William Walker gelang ihm ein differenziertes Charakterporträt eines zynischen Abenteuers. Gillo Pontecorvos aktionsreiche Allegorie auf Freiheitskämpfe in der Dritten Welt beschreibt mit Mitteln des Abenteuerfilms koloniale Machtpolitik." (ARD Presse)

Text?The quiet American Directed by: Joseph L. Mankiewicz,USA - 1957
Director: Joseph L. Mankiewicz - Scenario: Joseph L. Mankiewicz - Based on : Graham Greene novel - Director of Photography: Robert Krasker - Cast: Audie Murphy der Amerikaner - Bruce Cabot - Georges Bréhat französischer Oberst - Kerima Phuongs Schwester - Richard Loo Mr. Heng - Clinton Anderson Joe Morton - Giorgia Moll Phuong - Peter Trent Eliot Wilkins - Fred Sadoff Dominguez - Sonia Moser /xx/ - Michael Regrave Thomas Fowler - Claude Dauphin Inspektor Vigot -
Synopsis in German: Saigon, 1952: In der Stadt herrscht ausgelassener Neujahrstrubel, der die Einwohner für kurze Zeit die blutigen Kämpfe in Indochina vergessen lässt. Thomas Fowler berichtet als Korrespondent einer grossen englischen Zeitung über den Krieg. Er ist verheiratet, doch seine Ehe existiert nur noch auf dem Papier. Tatsächlich ist Fowler mit der schönen Vietnamesin Phuong zusammen und hängt sehr an ihr. So sieht er es gar nicht gerne, dass der junge Amerikaner Pyle sich für Phuong zu interessieren beginnt. Pyle arbeitet angeblich für eine Hilfsmission und schwingt Reden, die Fowler nicht gefallen. Andererseits zeigt er viel Mut, als er und Fowler eines Nachts beinahe Opfer eines kommunistischen Überfalls werden. Mit Pyles Hilfe übersteht Fowler die gefährliche Situation. Einerseits ist er dem jungen Mann nun zu Dank verpflichtet, andererseits verfolgt er mit wachsendem Ärger, wie dieser sich um Phuong bemüht. Sein Verdacht, dass Pyle in ein politisches Ränkespiel verwickelt ist, verstärkt sich, als er bestimmte Informationen zugespielt bekommt, die den Amerikaner belasten. Zum ersten Mal ergreift Fowler Partei in den Kämpfen der verfeindeten Lager - und das hat fatale Folgen... (arte Presse)
Remarks and general Information: Saigon, im Jahre 1952. Der desillusionierte englische Journalist Fowler taucht aus seiner Apathie empor, um einen Amerikaner – den er für einen Attentäter hält und der gleichzeitig sein Liebesrivale ist – umbringen zu lassen. Diese erste Adaption des gleichnamigen Romans fand keine Zustimmung beim Autor Graham Greene, weil sie seinen Antiamerikanismus nicht respektierte und Fowler als von den Kommunisten betrogen hinstellte. Mankiewiczs Film verzichtet so auf die Kritik an der amerikanischen Aussenpolitik und wendet sich den politischen Manipulationen zu, deren Opfer Reporter werden können.

«"Vier Pfeifen Opium" ist die Adaption des berühmten Romans "Der stille Amerikaner" von Graham Greene. Der Regisseur Joseph L. Mankiewicz behält die nicht-chronologische Erzählstruktur des Romans zwar bei, nimmt sich aber die Freiheit, das Ende des Romans nach seinen eigenen Vorstellungen zu verändern. Die spannende Geschichte - erzählt in einer grossen Rückblende - wird trotz dieser Abweichung durch die Zeichnung der Hauptfiguren und der Atmosphäre im damaligen Indochina zu einer überzeugenden Umsetzung des kritischen Politthrillers.
Der Regisseur und Drehbuchautor Joseph L. Mankiewicz wurde 1909 als Sohn polnisch-amerikanischer Juden in Pennsylvania geboren, zog aber bald mit seiner Familie nach New York. Bevor er sich dem Film zuwendete, arbeitete er einige Zeit in Berlin als Auslandskorrespondent für die Zeitung "Chicago Tribune". Er schrieb 48 Drehbücher, unter anderem das zu "All about Eve", für das er 1951 den Oscar erhielt.» (Arte Presse)

Samsara Directed by: Pan Nalin,India, Italy, France, Germany - 2001
Production: Pandora Film, Frankfurt - Producer: Karl Baumgartner - Director: Pan Nalin - Cast: Shawn Ku Tashi - Christy Chung - Neelesha Ba Vora -
Reviews in German: "Der indische Regisseur Pan Nalin erzählt seine Geschichte über die Frage, welches Leben das Wahre sei, in einer vibrierenden Bildsprache, die es schafft, die soghafte Leere der Landschaft und eine sehr diesseitige Montagepraxis zu einer einmaligen Zenomatographie zu vereinen." (NZZ Ticket)

Text?Sankofa Directed by: Kevin Merz,Switzerland - 2004
Production: Junction Film Ltd. - Director: Kevin Merz - Scenario: Kevin Merz - Director of Photography: Kevin Merz - Jarreth J. Merz - Composer: Mirco Griffoni - Editor: Kevin Merz - Cast: Kevin Merz - Victoria Merz - Kofi Ginyame -

Text?Seres Queridos (Only Human), Directed by: Dominic Harari,Great Britain, Argentinia, Spain, PT - 2004
Production: Tornasol Films - Director: Teresa de Pelegri - Dominic Harari - Cast: Paco Martinez Nachtportier - Manuel Rodal Himbre Infiel - Sara Dreay Mujer Infiel - Ramata Koite Prostituta 1 - Yohana Cobo Prostituta 2 - Yolanda Hernández Rubia ordenador - Carlos Herranz Macarra - Balbino Lacosta Vecino Abajo - Emiliana Olmedo Anciana Ladrona - Marion Martin Ernesto - Max Berliner Dudu - Alba Molinero Paula - Fernando Ramallo David - Norma Aleandro Gloria - Maria Botto Tania - Marian Aguilero Leni - Guillermo Toledo Rafi - Esther Voong Joven Vespa -
Reviews in German: "Leni (Marian Aguilera) und ihr Verlobter Rafi (Guillermo Toledo) freuen sich bangend auf den Besuch bei Lenis jüdischer Familie in Barcelona. Denn Rafi ist Palästinenser, und das haut zunächst mal die liberalste jüdische Mischpoche um. Doch als wäre der Neurosenpegel nicht schon weit genug ausgeschlagen, muss der gehemmte Rafi auch noch Mutter Glorias (Norma Aleandro) gefrorene Suppe aus dem Fenster werfen, die zielsicher einen Passanten auf der Strasse erschlägt. Dem Regiepaar Teresa de Pelegrí und Dominic Harari ist mit seinem ersten Kinofilm eine kurzweilige Komödie über menschliches Irren, politische Irrtümer und die Kraft der Liebe gelungen." (NZZ, als.)

Shubun (Skandal, Sukyandaru), Directed by: Akira Kurosawa,Japan - 1950
Production: Shochiku - Director: Akira Kurosawa - Scenario: Ryuzo Kikushima - Akira Kurosawa - Director of Photography: Toshio Ubukata - Composer: Fumio Hayasaka - Cast: Toshiro Mifune - Takashi Shimura - Toshiko Yamagushi -

Text?Sob Sister Directed by: Alfred Santell,USA - 1931
Director: Alfred Santell - Scenario: Edwin J. Burke - Story: Mildred Gilman - Director of Photography: Glen MacWilliams - Editor: Ralph Dietrich - Cast: James Dunn - Linda Watkins - Molly O'Day -

Text?Story of G.I. Joe (War Correspondent), Directed by: William A. Wellman,USA - 1945
Production: United Artists - Director: William A. Wellman - Assistant Director: Robert Aldrich - Scenario: Philip Stevenson - Arthur Miller --??-- /xx/ - Leopold Atlas - Guy Endore - Story: Ernie Pyle Reportage - Director of Photography: Russell Metty - Cast: Dorothy Coonan Nurse Lt. Elizabeth 'Red' Murphy - Jack Reilly Robert 'Wingless' Murphy - Jimmy Lloyd Private Spencer - Wally Cassell Private Dondaro - Freddie Steele Sgt. Steve Warnicki - Robert Mitchum Lt./Capt. Bill Walker - Burgess Meredith Ernie Pyle - Billy Murphy - Gene Garrick - William Self - Tito Renaldo - Yolanda Lacca -
Reviews in German: "Der amerikanische Kriegsberichterstatter Ernie Pyle begleitet eine Infanteriekompanie im Zweiten Weltkrieg auf die Schlachtfelder von Nordafrika und Italien. Keine heroischen Soldatenabenteuer, sondern ein skeptisches Kriegsdrama mit humaner Gesinnung, das ohne reißerische Spannung auskommt." (KIM) "William Wellman's STORY OF G.I. JOE ist einer der exemplarischen Kriegsfime - oder sollte man nicht besser ANTI-KRIEGSFILME sagen - geblieben: Nicht die Verherrlichung des Helden steht im Vordergrund, sondern das menschliche Schicksal des eizelnen 'kleinen' Soldaten in einem unbarmherzigen Kriegsalltag. So wie in den Reportage von Pyle nicht der Autor im Vordergund steht, gelingt Wellman eine facettenreiche Schilderung der bunt zusammengewürfelten C-Kopagnie mit ihrem Leutnant/Hauptmann (Robert Mitchum) in den Kriegsjahren von Afrika und dem Krieg in Süditalien mit den Kämpfen um Monte Cassino. " (lhg 2004)

Text?The sweet smell of success (Piombo rovente), Directed by: Alexander Mackendrick,Great Britain - 1957
Production: United Artists - Director: Alexander Mackendrick - Scenario: Clifford Odets - Ernest Lehman - Director of Photography: James Wong Howe - Composer: Elmer Bernstein - Editor: Alan Crosland jr. - Cast: Barbara Nichols Rita - Martin Milner Steve Dallas - Sam Levene Frank D'Angelo - Burt Lancaster - Susan Harrison Susan Hunsecker - Tony Curtis - Edith Atwater Mary -
Synopsis in German: Dass der größenwahnsinnige Skandalreporter selten selbst an der Quelle ist, sondern sich für seine Storys oft eines skrupellosen Informanten Sidney Falco bedient, stört ihn wenig. Als sich Hunseckers Schwester Susan in den Jazzmusiker Steve Dallas verliebt, startet der verärgerte Journalist eine Diffamierungs-Kampagne gegen den Jazzer, um das Paar auseinander zu bringen ... (HR Presse)
Reviews in German: "Bissige Gesellschaftsstudie von Ladykillers-Regisseur Alexander Mackendrick. Besonders begeistern die Schauspieler und der Jazz-Soundtrack von Elmer Bernstein" (tele)
Remarks and general Information: "Der Film hat Regisseur Alexander Mackendrick ('Ladykillers') eine Menge Lob eingebracht: Intelligente Regie, eine effektvolle Schwarzweiß-Photographie, exzellente Darsteller und herbe Kritik an der Massenpresse." (Werner Dütsch, wdr-Presse) "Burt Lancaster, der hier in einer seiner besten Rollen zu sehen ist, und Tony Curtis verkörpern zwei korrupte Presseleute, die ihr Metier schamlos zu ihren persönlichen Zwecken missbrauchen. Schauplatz ist das New York der 50er-Jahre und das Nachtleben am Broadway, dessen Atmosphäre Regisseur Alexander Mackendrick ("Ladykillers") effektvoll einfing." (SWR Presse)

Text?Der Teufelsreporter Directed by: Ernst Laemmle,Germany - 1929
Production: Universal-Film Comp. Berlin - Production Manager: Joe Pasternak - Director: Ernst Laemmle - Scenario: Billy Wilder AKA Billie Wilder - Director of Photography: Charles J. Stumar - Art Director: Gustav A. Knauer - Willy Schiller - Cast: Gritta Ley Miss Bessie - Eddie Polo Reporter der Zeitung Rapid - Fred Grosser Redaktionsjunge Maxe - Jonas Garrison Jonas - Maria Forescu Madame Lourdier -
Reviews in German: "... bei Bühne und Film scheint das Thema 'Journalist' aktuell zu sein. Aber dieser Teufelsreporter ist gerade keine besonders glückliche dieses an sich hochinteressanten Berufes. Billie Wilders Manuskript und Ernst Laemmles Regie sind merkwürdig veraltet, trotz der Zugtelephonie... Eddie Polo bringt körperliche Gewandtheit für die Rolle mit, spielt einige gute Sensationen, bleibt aber mimisch alles schuldig. Maria Forescu und Robert Garrison zeigen ihre bekannten Gaunertypen. Gritta Ley ist hübsch, blond aber steif..." (-au-, Berliner Morgenpost Nr. 178, 27. Juli 1929)

Text?The big clock Directed by: John Farrow,USA - 1948
Production: Paramount Pictures - Director: John Farrow - Scenario: Harold Goldman - Jonathan Latimer - Story: Kenneth Fearing novel - Director of Photography: John F. Seitz - Composer: Victor Young - Editor: LeRoy Stone - Cast: Maureen O'Sullivan Georgette Stroud - Ray Milland George Stroud - George MacReady Steve Hagen - Charles Laughton Earl Janoth - Elsa Lanchester - Rita Johnson Pauline York - Ernst Verebes -
Remarks and general Information: "George Strud erhält von seinem Chef, dem Pressemagnaten Earl Janoth, den Auftrag, den Mord an seiner Geliebten aufzuklären. Der findige Journalist, spezialisiert auf die Lösung von Verbrechen, steht am Schluss seiner Ermittlungen als Hauptverdächtiger da. Obwohl er vom Verlagshaus in die Enge getrieben wird, gelingt es ihm, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dieser Thriller, in dem Charles Laughton als manierierter und megalomaner Verleger brilliert, prangert die Entwicklung der Verlagsmonopole an und übt scharfe Kritik an der zunehmenden Technisierung und deren Einfluss auf das Leben der Menschen." (Locarno 2004)

Tony Takitani Directed by: Jun Ichikawa,Japan - 2004
Director: Jun Ichikawa - Scenario: Jun Ichikawa - Story: Haruki Murakami novel - Director of Photography: Taishi Hirokawa - Composer: Ryuichi Sakamoto - Costume Design: Shun Hirao - Makiko Hujii - Cast: Hidetoshi Nishijima - Rie Miyazawa - Ogata Issey -
Reviews in German: Tony Takitani hat eine sehr einsame Kindheit. Seine Mutter stirbt kurz nach seiner Geburt. Sein Vater ist erfolgreicher Jazzmusiker, der fast ständig auf Tournee ist. In seinen besten Jahren verliebt er sich in die 15 Jahre jüngere schöne Eiko. Zum ersten Mal spürt er Liebe in seinem Leben. Doch schon bald kehrt die bekannte Einsamkeit – schlimmer denn je - zurück. "Tony Takitani ist die erste filmische Adaption von einem der Romane des japanischen Bestsellerautors Haruki Murakami. In Deutschland erscheint der gleichnamige neue Roman parallel zum Kinostart. Der japanische Regisseur Jun Ichikawa nähert sich seiner literarischen Vorlage mit äußerster Bescheidenheit. Sein filmisches Ergebnis erinnert daher eher an ein bebildertes Hörbuch als an einen eigenständigen Film. Das permanente Voice Over, das scheinbar den Originaltext rezitiert wird bisweilen von den Protagonisten aufgegriffen. So wendet sich etwa ein weinendes Mädchen direkt an den Zuschauer mit den Worten: „Ich weinte fürchterlich.“ Ichikawa beabsichtigt einen Verfremdungseffekt im Brecht’schen Sinne und der gelingt ihm auch. Für den Zuschauer jedoch ist dieses filmische Experiment zumeist ermüdend, was auch an der Thematik des Films liegt. Eines der zentralen Themen Murakamis ist die Einsamkeit. Tony Takitani gelingt es kaum in direkten Dialog zu seiner Frau zu kommen, und deshalb findet im Film selbst konsequenterweise kaum Dialog statt. Der Erzähler erzählt oder die Protagonisten wenden sich direkt an den Zuschauer. Die Kamera bewegt sich zumeist in Fahrten von links nach rechts, was wohl der Lesebewegung entsprechen soll. Selbst das Umblättern der Buchseiten wird visuell durch Fahrten über leere Wände simuliert. Der symbolische Gehalt der Figuren verdeutlicht sich dadurch, dass die beiden Hauptdarsteller Issey Ogata und Rie Miyazawa jeweils eine Doppelrolle übernehmen. Issey Ogata, der in Japan oft auch als Komiker mit Soloprogramm unterwegs ist spielt nicht nur den zutiefst ernsten und einsamen Tony, sondern zugleich auch dessen Vater. Rie Miyazawa übernimmt die Rolle der shoppingsüchtigen Ehefrau Eiko wie auch die des jungen Mädchens mit der gleichen Kleidergröße. „Ich habe das Gefühl, dass die Kleidung das ausgleicht, was in meinem Innersten fehlt“, sagt Eiko einmal, und ihre Shoppingsucht bekommt somit den Sinn, diese innere Leere auszufüllen. Auch die Räume in diesem Film sind auf minimalistische Weise mit Dekor ausgestattet. Zugleich wirken sie künstlich, geben stets den Blick auf urbane Wüsten frei. Der artifizielle Aspekt des Films wird so noch unterstützt. Auch der reduzierte Solo-Piano- Soundtrack unterstützt die kalte, einsame Atmosphäre des Films. Verantwortlich dafür zeichnet der mit vielen Preisen ausgezeichnete japanische Komponist Ryuichi Sakamoto, der auch die Musik zu Der letzte Kaiser und Der Himmel über der Wüste schuf. Trotz all dieses künstlerisch hoch ambitionierten Engagements mag sich beim Zuschauer so recht kein Gefühl für den Film einstellen. Das verwundert nicht, zielt dieser doch einseitig nur auf dessen Intellekt ab. Auf die Hauptfigur Tony Takitani passt, was der Ex-Mann Eikos sagt, als er diesen zum ersten Mal trifft: „Mit ihnen ist wirklich nichts los – genauso wenig wie mit Ihren Zeichnungen.“ Eine fehlende interessante Hauptfigur – das ist das eigentliche Problem dieses Films." (Nana A.T. Rebhan, www.arte-tv.com)

Text?Une visite au Louvre Directed by: Danièle Huillet,France - 2003
Director: Jean-Marie Straub - Danièle Huillet - Scenario: Jean-Marie Straub - Director of Photography: Rena Berto - William Lubtchansky - Editor: Jean-Marie Straub - Danièle Huillet - Cast: Julie Koltai -

Wesele Directed by: Wojtek Smarzowski,Poland - 2004
Director: Wojtek Smarzowski - Director of Photography: Andrzej Szulkowski - Composer: Ryszard Tymon Tymanski - Editor: Pawel Laskowski - Art Director: Barbara Ostapowicz - Cast: Iwona Bielska - Arkadiusz Jakubik - Pawel Wilczak - Bartolomiej Topa - Maciej Stuhr - Tamara Arciuch - Marian Dzidziel - Jerzy Rogalski -

Text?Yasmin Directed by: Kenny Glenaan,Great Britain, Germany - 2004
Director: Kenny Glenaan - Scenario: Simon Beaufoy - Director of Photography: Tony Slater-Ling - Composer: Stephen McKeon - Art Director: Jason Carling - Cast: Tammy Barker Anna - Rae Kelly Wendy - Emma Ashton Sam - Amar Hussain Kamal - Syed Ahmed Nasir - Steve Jackson John - Renu Setna Khalid - Archie Panjabi Yasmin - Shahid Ahmed - Suraj Dass Kashiff -
Reviews in German: " Die pakistanischstämmige Erzieherin Yasmin ist in ihrer schottischen Gemeinde gerne gesehen und längst westlichen Idealen verbunden. Obwohl sie dem Vater zuliebe formell ihren Cousin geheiratet hat, mit dem sie kaum etwas verbindet, ist sie ihrer traditionellen Herkunft weitgehend entfremdet und geht ganz ihre eigenen Wege. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ändert sich das gesellschaftliche Klima in Nordengland mit einem Schlag. Plötzlich wird sie von ihren Arbeitskollegen/innen geschnitten, ihr bislang einfach in den Tag lebender Bruder schließt sich den Aufrufen radikaler Islamisten an und der Vater verliert alles, was ihm lieb und teuer war. Der ungeliebte Cousin und Ehemann wird wegen des Verdachtes einer terroristischen Verschwörung sogar verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Yasmin, die ihren ungeliebten Mann immer loswerden wollte, muss sich nun entscheiden, ob sie ihm helfen soll. – Der schottische Regisseur Kenny Glenaan erzählt, wie sich nach dem Terroranschlag vom 11. September auch in Nordengland das politische Klima verändert hat. Die muslimische und insbesondere die pakistanische Bevölkerung, die weitgehend integriert und allseits angesehen schien, wurde plötzlich pauschal als Brutstätte des Terrorismus eingestuft. Die Einheimischen reagierten mit Angst und Intoleranz, die Polizei verhaftete willkürlich Verdächtige – und verdächtig machte man sich bereits durch regelmäßige Telefonate nach Pakistan. Ganz unspektakulär inszeniert, mit einer eingewobenen kleinen Liebesgeschichte, vermittelt der Film, wie schnell Akzeptanz in Intoleranz umschlagen kann. Provokativ stellt er die Frage, inwieweit die Europäer durch Vor- und Pauschalurteile den aufkeimenden Extremismus eines Teils der islamischen Bevölkerung mit verursacht haben." (ht, kinofenster.de)

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