Il più bel giorno della mia vita

Directed by: Cristina Comencini, , Italy, 2003

  • TV Tip:

Szenenphoto aus Il più bel giorno della mia vita, © Production Company


Cast and Credits

Director Cristina Comencini
Cast Margherita Buy
Sandra Ceccarelli
Virna Lisi
Luigi Lo Cascio

Technical specifications
Technical Details: ,
Sound System: not indicated

Synopsis in German
"Der schönste Tag" in ihrem Leben ist für die kleine Chiara ihre Kommunionsfeier, doch das versöhnliche Familienfest steht erst am Ende dieses Films, der versucht, ein ehrliches Bild der italienischen Familie von heute zu zeichnen. Zunächst herrscht zwischen ihnen also die ganz normale Entfremdung; Grossmutter Irene beklagt sich darüber, dass ihre längst erwachsenen Kinder sie zu wenig besuchen. Die wiederum sind völlig mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Die älteste Tochter Sara misstraut allem und jedem und verbringt ihre Zeit in überängstlicher Sorge um ihren 16-jährigen Sohn. Die mittlere Tochter Rita steckt in einer tiefen Ehekrise und kann sich nur schwer zu einer Entscheidung zwischen ihrer nach aussen so heilen Familie mit zwei kleinen Töchtern und ihrem Liebhaber entscheiden. Der jüngste Sohn Claudio ist ein engagierter Anwalt, der es nicht fertig bringt, seiner Mutter von seiner Homosexualität zu erzählen. Bevor sie wieder zusammenkommen können, müssen die verschwiegenen Konflikte erst an die Oberfläche treten.... (wdr Presse)

Reviews in German: "Cristina Comencini, die ältere der beiden Töchter Luigi Comencinis, die
beide im Regiefach tätig sind, unternimmt mit ihrem Film eine Analyse des
Zustands der italienischen Familie. Sie stösst dabei auf sowohl nach aussen
wie nach innen nur selten thematisierte Konflikte, zumal eine selbst die
Generation der Grossmutter nicht verschonende Palette von sexuellen
Frustrationen. Obwohl zuweilen auch einige Klischees von "Italianità" bedient
werden, tut sie das zurückhaltend und mit Sensibilität und wagt sich dabei
weiter vor, als es viele ihrer Regiekollegen tun würden. Das
Schauspieleraufgebot weist klangvolle Namen vor wie Virna Lisi, Margherita
Buy, Sandra Ceccarelli, Luigi Lo Cascio. (T.Br. in NZZ Ticket)

"

Bis zum Schluss müssen wir warten, um am «più bel giorno della mia vita»
anzukommen. Wer da spricht, ist die kleine Chiara, und gemeint ist mit diesem
«schönsten Tag meines Lebens» ihre Erstkommunion. Längst hat man indes den
bitteren Beigeschmack des Titels erkannt, denn spätestens am Tag der ersten
Vereinigung mit Gott ist selbst der kleinen Chiara bewusst, wie schnell sich
das Weltliche entzweien kann und dass so manches Mahl im Familienkreis sehr
wenig eucharistische Feierlichkeit besitzt. Cristina Comencini, mit Jahrgang
1956 die ältere der zwei Töchter Luigi Comencinis, die beide ebenfalls im
Regiefach tätig sind, betrachtet sachlich und zurückhaltend Gestalt und
Rituale der typischen italienischen Familie. Sie interessiert sich dabei für
all das, was beim Bild der heilen Welt in dieser heiligsten Institution
Italiens sowohl gegen aussen wie nach innen zugedeckt wird.

Im Zentrum stehen Irene, die Grossmutter (Virna Lisi), ihre beiden Töchter,
Sara (Margherita Buy) und Rita (Sandra Ceccarelli), ihr Sohn, Claudio (Luigi
Lo Cascio), sowie deren Kinder, darunter auch die kleine Chiara - die
Schauspielernamen lassen erkennen, dass so etwas wie ein italienisches
Allstar-Picture konfektioniert wurde. Es geht um den Alltag, der aus
Religionsunterricht in der Schule bei den Kleinsten, aus erster Liebe und
Sexheftchen unter dem Bett bei den Jugendlichen, eingespieltem Eheleben bei
den Erwachsenen und einem starken Harmoniebedürfnis bei den Alten besteht.

Zwar treten bei den regelmässigen Zusammentreffen der drei Generationen am
Tisch der Grossmutter in ihrer prachtvollen Stadtvilla auch Reibungen und
Krisen in Erscheinung, doch werden sie durch das altbewährte Zusammenspiel
aus Schlichtungs- und Verdrängungsmechanismen möglichst rasch wieder
geglättet. Comencini streicht hier klar heraus, woran es ihrer Meinung nach
innerhalb der italienischen Familie am meisten mangelt: an Kommunikation, an
der Möglichkeit, Probleme, Ängste und Bedürfnisse anzusprechen. Und das
Gravitationszentrum vieler Konflikte bildet dabei eindeutig die Sexualität,
die Spannung zwischen Liebe und Leidenschaft, der die dominierende
katholisch-patriarchalische Ordnung der italienischen Gesellschaft nur
begrenzte Entfaltungsräume gewährt.

Die Problematik ist besonders greifbar bei Claudio, der weder nach aussen
noch innerhalb der Familie zu seiner Homosexualität stehen kann; auch bei der
Grossmutter, die, wie sie ihrer Tochter gesteht, mit ihrem verstorbenen
Ehemann nie einen Orgasmus hatte, wird das Thema behandelt. Zwar wirkt die
Szene, in der sie nachts am Fernsehen eine Pornosendung schaut, um dann auf
dem gleichen Bildschirm wieder alte Familienfilme zu betrachten, etwas gar
aufgesetzt, und auch bei anderen Szenen und Dialogen schafft es der Film
nicht immer, sich der Banalität und des Klischeehaften zu erwehren.
Anderseits muss man Cristina Comencini zugute halten, dass sie Mut beweist,
geschickt Fundamente der italienische Familie hinterfragt und sich mit der
sexuellen Frustration einer «mamma», ja einer «nonna» an einen vom
italienischen Kino nicht gerade oft behandelten Stoff gewagt hat. (Till
Brockmann in NZZ 22. August 2003)
Remarks and general Information in German: "Cristina Comencini versucht in ihrem Familienporträt genau hinzuschauen, ohne sich Illusionen zu machen. So handelt ihr Film weniger von Familienwerten und -idealen als davon, wie Einsamkeit sich über die Generationen vererben kann, wenn zu viele Geheimnisse gewahrt werden müssen." (wdr Presse)

General Information

Il più bel giorno della mia vita is a motion picture produced in the year 2003 as a Italy production. The Film was directed by Cristina Comencini, with Margherita Buy, Sandra Ceccarelli, Virna Lisi, Luigi Lo Cascio, in the leading parts.



References in Databases
KinoTV Database Nr. 48346

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

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